US-Regierung stoppt Apple: Keine Speicherchips aus China

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Die US-Regierung will Apple nach einem Bericht des Wall Street Journal vom Kauf chinesischer Speicherchips abhalten. Handelsminister Howard Lutnick sagte dem Blatt, die Regierung sei nicht dafür, dass große US-Unternehmen chinesische Speichertechnik verwendeten. Apple hatte zuvor wegen des weltweiten Speicherengpasses Chips aus China geprüft.

Im Mittelpunkt steht ChangXin Memory Technologies, kurz CXMT. Apple testete dessen DRAM-Bausteine für iPhones und MacBooks; zugleich gab es Gespräche über eine mögliche Belieferung durch CXMT und den Flash-Speicherhersteller Yangtze Memory Technologies. Ein Serienvertrag war nach früheren Berichten nicht abgeschlossen. MacRumors berichtete im Juli über die Tests.

Der Druck aus Washington kommt nicht zufällig. CXMT und YMTC stehen seit Längerem im Zentrum der amerikanischen Sicherheits- und Industriepolitik. Der parteiübergreifende China-Ausschuss des US-Repräsentantenhauses hatte Handelsminister Lutnick im Juli ausdrücklich aufgefordert, Käufe chinesischer Speicherchips durch amerikanische Firmen nicht zu genehmigen. In dem Schreiben wird vor Verbindungen chinesischer Hersteller zum Militär und vor der Gefahr gewarnt, dass staatlich gestützte Billigangebote westliche Produzenten verdrängen könnten.

Für Apple verschärft das ein handfestes Beschaffungsproblem. Die Nachfrage von KI-Rechenzentren hat Arbeitsspeicher deutlich verteuert und verfügbare Mengen verknappt. Statt eines zusätzlichen chinesischen Lieferanten bleiben damit vor allem Hersteller aus den USA, Südkorea und Taiwan. Die politische Vorgabe kollidiert direkt mit Apples Wunsch nach mehr Auswahl und niedrigeren Kosten.

Für Käufer ändert sich vorerst nichts am iPhone. Die Auseinandersetzung zeigt aber, wie weit der Konflikt zwischen Washington und Peking inzwischen reicht: Selbst der Speicher in Alltagsgeräten ist zur Frage strategischer Abhängigkeit geworden. F-NEWS berichtete bereits über Apples geplante neue Geräte und darüber, wie die EU das iPhone-Ökosystem weiter öffnen lässt.

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