Ein 41-jähriger türkischer Staatsbürger hat am Mittwochmorgen vor einem Netto-Markt in Dresden-Friedrichstadt mit einer Muskete das Feuer auf Polizisten eröffnet. Zuvor soll er „Allahu Akbar“ gerufen haben. Die Beamten schossen zurück und stoppten den Angreifer. Das berichtet TAG24 unter Berufung auf die Dresdner Polizei und Augenzeugen.
Gegen 8.20 Uhr rückte ein Großaufgebot zum Discounter an der Ecke Menageriestraße und Berliner Straße aus. Gemeldet worden war ein bewaffneter Mann, die Polizei stufte die Situation als lebensbedrohliche Lage ein. Der 41-Jährige war den Angaben zufolge mit einem Gewehr im Stil einer Muskete bewaffnet und gab einen Schuss auf die Einsatzkräfte ab. Mehrere Polizisten erwiderten das Feuer.
Der Angreifer wurde von mehreren Kugeln getroffen und verletzt in ein Krankenhaus gebracht. Lebensgefahr besteht laut Bericht nicht. Weder Polizisten noch unbeteiligte Bürger wurden verletzt. Ermittelt wird wegen Bedrohung und Verstoßes gegen das Waffengesetz; zugleich wird der Dienstwaffengebrauch der Beamten überprüft.
Ein Augenzeuge schilderte, der Mann habe „Allahu Akbar“ gerufen. Daraufhin hätten sich Anwesende weggeduckt und seien weggerannt. Die Aussage wurde auch in einem Beitrag auf X aufgegriffen. Nachbarn und ein Fitnesstrainer berichteten TAG24 zudem von früheren Auffälligkeiten, Bedrohungen und vorausgegangenen Polizeieinsätzen im Umfeld des Verdächtigen.
Wenn ein bereits auffällig gewordener Mann schließlich mit einer Schusswaffe auf Polizisten feuert, reicht die übliche nachträgliche Betroffenheit nicht. Jetzt muss lückenlos geklärt werden, was Behörden zuvor über ihn wussten und warum die Warnzeichen offenbar nicht genügten, um die Eskalation zu verhindern. Dass die Beamten den Angriff beendeten, verdient Anerkennung – dass es überhaupt so weit kam, verlangt Antworten.



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