Washington/Tennessee. Inmitten wachsender Erwartungen an eine offizielle US-Regierungserklärung zu UFOs und außerirdischem Leben mehren sich Berichte über ein vertrauliches Treffen zwischen US-Geheimdienstmitarbeitern und christlichen Führungspersönlichkeiten. Demnach sollen Pastoren aufgefordert worden sein, ihre Gemeinden auf bevorstehende Enthüllungen vorzubereiten.
Das Treffen
Nach übereinstimmenden Berichten mehrerer Beteiligter fand die Zusammenkunft Anfang 2026 in einem privaten Anwesen in den Bergen von Tennessee statt. Bischof Alan DiDio von der Revival Nation Church bestätigte seine Teilnahme öffentlich in einem YouTube-Livestream vom 7. März. Laut DiDio wurde in dem Treffen eine laufende Regierungsuntersuchung zur angeblichen Bergung und Rückentwicklung von Technologie nichtmenschlicher Herkunft besprochen. Auch ein angeblicher Kommunikationsplan der Regierung im Vorfeld einer öffentlichen Bekanntmachung sei Thema gewesen.
Der Evangelist und Podcaster Tony Merkel, ebenfalls Teilnehmer, erklärte, die beteiligten Geheimdienstmitarbeiter seien selbst Christen und hätten das Ziel verfolgt, religiöse Gemeinschaften frühzeitig zu informieren – in der Erwartung, dass nach einer offiziellen Disclosure viele Menschen Orientierung bei Kirchen suchen würden.
Perry Stone warnt öffentlich
Am 27. April 2026 veröffentlichte Perry Stone, ein bekannter Pfingstprediger und Bibellehrer aus Tennessee, ein YouTube-Video, in dem er von dem Treffen berichtete. Stone zufolge seien „eine große Anzahl“ von Pastoren eingeladen worden, Vertreter der US-Regierung anzuhören, die sie aufforderten: „Es wird eine Veröffentlichung über Außerirdische geben. Bereitet eure Gemeinden vor.“ Stone warnte, mögliche Enthüllungen könnten den biblischen Schöpfungsbericht in Frage stellen und bei Gläubigen zu Glaubenskrisen führen.
Joseph Z: UFO-Sichtung aus dem Flugzeug
Unabhängig davon berichtete der christliche Autor und Sprecher Joseph Z von einer persönlichen Beobachtung: Am 20. Februar 2026 – demselben Tag, an dem Präsident Trump seine UFO-Direktive ankündigte – will Z während eines Flugs von Tennessee nach Colorado Springs sechs unidentifizierte Objekte vor dem Flugzeug gefilmt haben. Das Video veröffentlichte er auf seinen Social-Media-Kanälen. Z kommentierte die Sichtung mit den Worten, unabhängig davon, ob es sich um Drohnen, Militärtechnologie oder anderes handle, sei die Botschaft dieselbe: Gläubige sollten sich im Glauben festigen.
Politischer Hintergrund: Trumps Akten-Direktive
Den Rahmen für die gesamte Debatte bildet eine Anordnung von Präsident Donald Trump vom 19. Februar 2026, in der er das Pentagon und andere Bundesbehörden anwies, Regierungsdokumente zu UFOs, UAP (Unidentified Aerial Phenomena) und außerirdischem Leben zu identifizieren und freizugeben. Bei einer Veranstaltung in Phoenix im April bekräftigte Trump, man habe „viele sehr interessante Dokumente gefunden“ und die ersten Veröffentlichungen würden „sehr, sehr bald“ beginnen. Das Pentagon bestätigte, sein All-domain Anomaly Resolution Office arbeite mit dem Weißen Haus zusammen, um bislang unveröffentlichte UAP-Informationen bereitzustellen.
Vizepräsident JD Vance äußerte sich im März ebenfalls zum Thema und erklärte, er betrachte die beschriebenen Entitäten nicht als Außerirdische, sondern als Dämonen – eine Einordnung, die er mit seinem christlichen Glauben begründete.
Skeptische Stimmen
Nicht alle teilen die Erwartung bevorstehender bahnbrechender Enthüllungen. Greg Eghigian, Historiker an der Penn State University und Autor eines Buches über die Geschichte von UFO-Sichtungen, erklärte gegenüber US-Medien, große Versprechen in diesem Bereich hätten sich historisch nie erfüllt. Der frühere Direktor des Pentagon-UAP-Büros bezeichnete Trumps Ankündigungen als Ablenkungsmanöver. Auch ein aktueller Bericht des Anomaly Resolution Office hatte trotz Dokumentation hunderter neuer UAP-Fälle keinen Beleg für außerirdische Technologie gefunden.
Hintergrund
Die Debatte um UFO-Disclosure ist in den USA seit Jahren politisch präsent. Kongress-Abgeordnete wie Anna Paulina Luna fordern seit Längerem die Freigabe konkreter Videos und Dokumente; eine von ihr gesetzte Frist gegenüber dem Pentagon verstrich unbeantwortet. Ob die angekündigten Veröffentlichungen tatsächlich neue Erkenntnisse bringen werden, bleibt offen.






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