Telefónica: Wieder bis zu 1.650 Jobs #futschi

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Bei Telefónica Deutschland stehen nach einem Bericht von Business Insider bis 2028 bis zu 1.650 Arbeitsplätze auf dem Spiel. Der Mobilfunkanbieter mit der Marke O2 baut seine Organisation um, automatisiert Abläufe und streicht Standorte. Wieder trifft es Beschäftigte, während die Unternehmenssprache von „Transformation“ und „Effizienz“ spricht.

Die offizielle Mitteilung von Telefónica vom Juli nennt zunächst bis zu 1.100 Vollzeitstellen, die bis Ende 2026 wegfallen sollen. Die Differenz zur größeren Zahl erklärt sich daraus, dass Vollzeitäquivalente und die Zahl der tatsächlich betroffenen Beschäftigten nicht dasselbe sind. Der Konzern strebt mit bereits beschlossenen und noch geplanten Maßnahmen ab 2028 jährliche Einsparungen von rund 185 Millionen Euro an.

Zum Programm gehören auch die Schließung von rund 60 eigenen Shops sowie eine Neuordnung von Strukturen und Prozessen. Telefónica verweist auf veränderte Marktnachfrage und technischen Fortschritt. Ein Teil des Abbaus soll über freiwillige Vereinbarungen laufen. Für die Betroffenen ändert das wenig: Hinter jedem „Vollzeitäquivalent“ steht ein Arbeitsplatz, der verschwindet.

Der Schritt kommt in einer Branche, die seit Jahren unter Preisdruck, hohen Investitionen in Netze und wachsender Automatisierung steht. Telefónica Deutschland beschäftigte Ende 2025 noch 7.650 Menschen. Werden bis zu 1.650 Stellen gestrichen, entspricht das mehr als jedem fünften Arbeitsplatz. Die Meldung reiht sich in die Serie weiterer Abbauankündigungen ein: F-NEWS berichtete über den massiven Stellenabbau in der deutschen Autoindustrie und über den geplanten Abbau bei VW.

Deutschland soll digitaler werden, zugleich schrumpfen die Belegschaften jener Unternehmen, die diese Infrastruktur betreiben. Die Kunden zahlen weiter ihre Verträge, die Kosten sollen sinken – und wieder sind es Arbeitnehmer, bei denen die Rechnung endet.

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