Die Bundesregierung will die Regeln für E-Scooter verschärfen. Hintergrund sind deutlich steigende Unfallzahlen: Im vergangenen Jahr wurden knapp 12.000 Unfälle mit Personenschaden gezählt, ein Plus von 27 Prozent. Was jahrelang als moderne Mikromobilität verkauft wurde, zeigt im Alltag immer häufiger seine Schattenseite.
Der ADAC fasst die wichtigsten Regeln zusammen: E-Scooter brauchen Versicherung und Betriebserlaubnis, dürfen grundsätzlich nicht auf Gehwegen fahren und sollen künftig stärker an Fahrradregeln angeglichen werden. Ab 2027 sollen unter anderem Blinker und zwei voneinander unabhängige Bremsen vorgeschrieben werden.
F-NEWS hatte bereits früher auf die unterschätzte Gefährlichkeit von E-Scootern hingewiesen. Genau das bestätigt sich nun. Die kleinen Roller sind leise, schnell, oft schlecht sichtbar und stehen nach der Fahrt nicht selten quer auf Gehwegen, an Haltestellen oder mitten im Radweg.
Die neuen Regeln sind deshalb kein Angriff auf Freiheit, sondern die späte Reparatur eines politisch und kommunal geduldeten Experiments. Erst wurden die Geräte in die Städte gekippt, dann kamen Chaos, Verletzte und Beschwerden. Jetzt soll Ordnung nachträglich geregelt werden.
Die entscheidende Frage bleibt: Warum musste es erst so viele Unfälle geben, bis der Staat das Offensichtliche erkennt? Mobilität wird nicht dadurch modern, dass sie Fußgänger gefährdet und Verantwortung in App-AGB versteckt.






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