BDSM statt Beichte: Wenn der Katholikentag zur Sexmesse wird

Der 104. Deutsche Katholikentag in Würzburg, feierlich eröffnet am 13. Mai unter dem Motto „Hab Mut, steh auf!“, hat seinen Mut offenbar vor allem in eine Richtung entfaltet: in die der sexuellen Selbstdarstellung. Wie CitizenGO in einer Petition an den gastgebenden Bischof Franz Jung schreibt, sorgt ein Stand des „Ökumenischen Arbeitskreises BDSM und Christsein“ auf der Kirchenmeile für Empörung unter Gläubigen — und das zu Recht.

Der Stand, der sich laut eigener Homepage damit beschäftigt, BDSM „aus der Tabu-Ecke zu holen“, ist kein Einzelfall. Queere Netzwerke, lesbische Initiativen und Gender-Aktivisten bevölkern die Kirchenmeile neben lebensrechtlichen Gruppen — eine bunte Mischung, die mit dem Kernauftrag einer katholischen Großveranstaltung so viel zu tun hat wie ein Swingerclub mit einer Fronleichnamsprozession.

Die Verantwortlichen des Katholikentags sehen das naturgemäß anders. Pressesprecherin Cosima Jagow-Duda erklärte, alle Organisationen mit „explizit christlichem Bezug“ hätten prinzipiell das Recht zur Teilnahme — solange sie nicht verfassungsfeindlich oder menschenfeindlich seien. Inhaltlich gehe es beim BDSM-Stand um „das christliche Selbstverständnis dieser Gruppe“. Was für ein Selbstverständnis das sein mag, darf sich der Leser selbst ausmalen.

Pikant: Der gastgebende Bischof Franz Jung hatte noch im März schwärmerisch von „großer Vorfreude in der ganzen Region“ gesprochen und den Katholikentag als Ort gepriesen, an dem Kirche „der Gesellschaft ihr Gesicht zeigt“. Nun zeigt sie ein Gesicht, das viele Gläubige lieber nicht gesehen hätten. Eine Petition auf CitizenGO fordert Jung direkt auf, dem Treiben Einhalt zu gebieten und den BDSM-Stand von der Kirchenmeile zu entfernen.

Das Grundproblem ist kein rein kirchliches: Wenn eine Institution, die seit zwei Jahrtausenden auf Transzendenz, Glaubenstreue und Familienwerte baut, ihre eigenen Großveranstaltungen zur Bühne für sexuelle Nischenpolitik umfunktioniert, treibt sie die eigenen Gläubigen systematisch aus dem Saal — und wundert sich dann über schwindende Mitgliederzahlen. „Hab Mut, steh auf!“ lautet das Motto. Für die schweigend zuschauende Mehrheit der Katholiken wäre es jetzt tatsächlich an der Zeit, genau das zu tun.

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Kommentare

Ein Kommentar

  1. Dr.Faustus hat beschlossen und verkündet 👈

    Ja,da kannst(e) mal sehen,was diese so in sich haben… 😡👹