Bargeld in der Todesspirale: Brüssel macht die Scheine zum Auslaufmodell

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Ab dem 10. Juli 2027 ist Schluss mit dem freien Umgang mit Bargeld im Handel — zumindest wenn es nach der EU-Bürokratie geht. Kern der neuen EU-Regelung ist eine europaweite Bargeldobergrenze im Geschäftsverkehr: Unternehmen und Selbstständige dürfen künftig Zahlungen über 10.000 Euro nicht mehr in bar annehmen oder leisten. Offiziell, wie finanz.de berichtet, dient das der Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorfinanzierung — der übliche Vorwand, wenn Bürgerrechte beschnitten werden sollen.

Doch die 10.000-Euro-Grenze ist nur das Schaufenster. Wer genauer hinschaut, findet die eigentlich interessante Regelung eine Stufe darunter: Ab 2027 müssen Käufe zwischen 3.000 und 10.000 Euro mit Ausweis erfolgen. Händler sind verpflichtet, Name, Anschrift und Ausweisnummer zu dokumentieren. Wer also beim Juwelier, im Autohaus oder beim Elektronikhändler einen größeren Betrag in bar dalegen will, darf sich künftig ausweisen. Für „spätere Rückverfolgungszwecke“, wie es so schön heißt — auf Deutsch: damit Behörden wissen, wer was wann gekauft hat.

Deutschland, das bis dato als letztes großes EU-Land keine allgemeine Bargeldobergrenze kannte, trifft das besonders hart. Die Deutsche Bank hat schon angedeutet, bald in vielen Filialen gar kein Bargeld mehr herauszugeben. Geldautomaten werden abgebaut wie alte Telefonzellen. Die Infrastruktur des Bargelds bröckelt, während der Gesetzgeber von oben nachdrückt. Kein Zufall.

Die Überwachung der einheitlichen Regelung soll die Anti-Money Laundering Authority (AMLA) übernehmen — eine neu gegründete Behörde, die 2025 ihren Betrieb in Frankfurt am Main aufgenommen hat. Eine neue EU-Superbehörde, die Finanztransaktionen überwacht. Schön, dass die auch gleich ein schickes Büro in Deutschland bekommen hat.

Und dann ist da noch der digitale Euro

Parallel zur Bargeldschraube läuft das nächste große Projekt auf Hochtouren. Seit dem 1. November 2025 ist das Eurosystem in die nächste Projektphase zum digitalen Euro übergegangen. Diese zielt darauf ab, das Eurosystem auf eine mögliche Ausgabe des digitalen Euro im Laufe des Jahres 2029 vorzubereiten.

Der Fahrplan ist straff durchgetaktet: Unter der Annahme, dass die EU-Mitgesetzgeber die Verordnung zur Einführung des digitalen Euro im Jahr 2026 annehmen, könnten ein Pilotprojekt und erste Transaktionen ab Mitte 2027 stattfinden. Das gesamte Eurosystem sollte dann im Jahr 2029 bereit für eine potenzielle erste Ausgabe des digitalen Euro sein.

Die EZB beruhigt: Der digitale Euro sei kein Ersatz für Bargeld, sondern eine „Ergänzung“. Er wäre digitales Zentralbankgeld, der digitale Zwilling des Bargelds, und würde die Euro-Banknoten und -Münzen ergänzen. Das klingt harmlos — ist aber genau das, was früher auch über kontaktloses Zahlen gesagt wurde, bevor Bargeldautomaten reihenweise verschwanden.

Der Europäische Rat hat im März 2026 nochmals Vollgas gegeben. Die Staats- und Regierungschefs des Euroraums bekräftigten erneut, wie wichtig es ist, die Initiative voranzutreiben — und EZB-Direktoriumsmitglied Piero Cipollone warnte davor, beim Gesetzgebungstempo nachzulassen. Im EU-Parlament signalisierten Anfang 2026 bereits die meisten Abgeordneten ihre Unterstützung.

Sollte Ende der 2020er Jahre ein digitaler Euro als infrastrukturseitig kostengünstigere gesetzliche Zahlungsalternative zu Bargeld verfügbar werden, würde vermutlich eine beträchtliche Anzahl von Händlern aus Kostengründen keine Bargeldoption mehr anbieten. Auf Wikipedia heißt es dazu unverblümt: Wer kein Bargeld mehr akzeptieren muss, wird es irgendwann nicht mehr tun. Die „Ergänzung“ wird zur Verdrängung — schleichend, aber sicher.

Das Muster ist bekannt: erst die Infrastruktur aushöhlen, dann die Nutzung erschweren, dann die Obergrenze einziehen — und am Ende hat man einen Bevölkerungsblock, der vollständig digitale, rückverfolgbare Zahlungen leistet, von einer Zentralbank kontrolliertes Geld verwendet und sich jedes Mal ausweisen muss, wenn er mehr als 3.000 Euro in bar bewegt. Für die, die nichts zu verbergen haben — natürlich.


Quellen:

Dieser Artikel wurde zuerst auf F-NEWS veröffentlicht.
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Kommentare

Ein Kommentar

  1. Dr.Faustus hat beschlossen und verkündet 👈

    Meine Meinung,diese Heuschrecke dürfte da bekannt sein….🗡️🗡️🗡️🗡️🗡️🗡️🗡️🗡️🗡️🗡️🗡️🔨👹

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