Wiener Schule: 13-Jährige soll von Mitschülern sexuell belästigt worden sein

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Symbolbild: Leerer Schulflur mit Rucksack und Blaulicht
Symbolbild: Vorfall an einer Schule.

Wie Heute.at berichtet, soll eine 13-jährige Schülerin an einer Mittelschule in Wien-Favoriten von mehreren Mitschülern körperlich attackiert und sexuell belästigt worden sein. Die Polizei ermittelt, die Schule hat Maßnahmen gesetzt. Für die Familie des Mädchens reicht das offenbar nicht aus.

Nach Darstellung des Vaters soll es im April während einer Freistunde im Klassenraum zu einem Vorfall gekommen sein. Drei ältere Schüler sollen seine Tochter bedrängt und körperlich angegriffen haben. Bereits zuvor soll es nach Angaben der Familie zu sexueller Belästigung gekommen sein.

Der Vater kritisiert vor allem die Konsequenzen. Nach dem Vorfall seien Schüler nur zwei Wochen suspendiert worden. Einer der beteiligten Jugendlichen sei laut Familie bis zum Ende des Schuljahres in eine andere Klasse versetzt worden. Die 13-Jährige darf demnach täglich früher gehen, damit es zu keinen Begegnungen kommt.

Die Wiener Polizei bestätigte gegenüber Heute, dass Anzeigen erstattet wurden. Es geht demnach unter anderem um den Verdacht der fortgesetzten Gewaltausübung, Nötigung, sexuellen Belästigung, öffentlicher geschlechtlicher Handlungen und Körperverletzung. Gegen die Jugendlichen wurden Betretungs- und Annäherungsverbote sowie vorläufige Waffenverbote ausgesprochen.

Bei den Tatverdächtigen handelt es sich laut Bericht um einen 14-jährigen slowenischen Staatsangehörigen sowie zwei österreichische Staatsbürger im Alter von 15 und 16 Jahren. Die österreichische Staatsbürgerschaft sagt wohlweislich nichts über einen „Migrationshintergrund“ aus, der in zahlreichen Kommentaren in den „Sozialen“ bei allen drei Tatverdächtigen vermutet wird. Das Mädchen soll körperlich leicht verletzt worden sein, psychisch aber schwer leiden. Laut Vater habe sie Angst, zur Schule zu gehen

Der Fall zeigt erneut, wie groß die Lücke zwischen Schulalltag, Opferschutz und tatsächlichen Konsequenzen geworden ist. Wenn ein Kind früher nach Hause gehen muss, damit es seinen mutmaßlichen Peinigern nicht begegnet, läuft etwas grundlegend falsch. Schule darf kein Ort sein, an dem Opfer ausweichen müssen und Täter das System austesten.

Quelle des Wissens quelle-des-wissens.de
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