Wiener haben genug: Jeder Zweite will ORF-Gebühr abschaffen

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Eine aktuelle Umfrage unter Wienern trifft den ORF mitten in der ESC-Selbstbeweihräucherung ins Mark: 51 Prozent fordern die Abschaffung der Haushaltsabgabe, eine Mehrheit will zumindest klare Veränderungen — wie die Kronen Zeitung berichtet. Das Institut für Demoskopie und Datenanalyse befragte im Auftrag der „Krone“ 1.017 Wiener, und das Ergebnis ist eine Ohrfeige für Küniglberg und Rathaus zugleich.

Wiener FPÖ-Chef und Stadtrat Dominik Nepp sieht sich bestätigt: „Mitten im gemeinsamen Prestige-Spektakel rund um den Eurovision Song Contest von SPÖ und ORF zeigt eine aktuelle Umfrage ein eindeutiges Stimmungsbild: Die ORF-Zwangsgebühr gehört abgeschafft.“ Immer mehr Menschen hätten genug davon, für einen milliardenschweren Apparat zwangsweise zu zahlen, obwohl der ORF gerade mit Skandalen, fragwürdigen Ausgaben und parteipolitischer Schlagseite Schlagzeilen macht. „Hier zahlt die Allgemeinheit für parteipolitische Propaganda, während gleichzeitig bei Pensionisten, Familien und arbeitenden Menschen jeder Euro zweimal umgedreht werden muss.“

Der ESC als Ablenkungsmanöver

Der Song Contest soll offenbar überdecken, was am Küniglberg seit Monaten gärt. Der ORF verfügt über ein Gesamtbudget von rund einer Milliarde Euro, davon stammen allein 676 Millionen aus Zwangsgebühren — dem gegenüber stehen 118 Millionen Euro Pensionsrückstellungen und 156 Millionen Euro für „Golden Handshakes“, also zusammen 274 Millionen Euro, die nicht ins Programm, sondern in die Absicherung von Privilegien fließen. Dass ausgerechnet jetzt ein Millionen-Event als Imagepflaster herhalten muss, hat die Wiener offensichtlich nicht beeindruckt.

Für Nepp offenbart die Umfrage mehr als nur Unmut über den ORF: Sie zeige das direkte Ergebnis der verfehlten Politik von Bürgermeister Ludwig — einen Systemkollaps in den Bereichen Wohnen, Soziales und Sicherheit, während für „Brot und Spiele“ tief in den Steuertopf gegriffen wird. Wien erhöht die Tarife für Öffi-Tickets um bis zu 30 Prozent, die Jahreskarte der Wiener Linien kostet künftig 467 statt 365 Euro, der Senioren-Fahrschein wurde gänzlich gestrichen. Wer das mit der freiwilligen Millionenspritze für den ESC zusammendenkt, versteht die Stimmung in der Umfrage.

Nepp fordert, dass den Wienern endlich Gehör verschafft wird — anstatt über ihre Köpfe hinweg die Gagen-Kaiser am Küniglberg und aufgeblähte Events weiter zu finanzieren. Eine echte Reform blieb bisher aus: Die Haushaltsabgabe wurde lediglich bis Ende 2029 eingefroren, FPÖ-Mediensprecher Hafenecker sprach von einem „Reförmchen“ — Politik und Kammern behielten weiterhin großen Einfluss, weg vom Zwangsgebührensystem komme man so nicht. Die Mehrheit der Wiener sieht das, wie die Umfrage zeigt, genauso.

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