„Kaum sinken die Umfragewerte für Donald Trump, kommt von irgendwo ein Attentäter her.“ Solche Gedanken äußern viele Nutzer in den sozialen Netzwerken, nachdem beim Präsidentendinner ein Mann die laxen Sicherheitskontrollen passieren und eine Schrotflinte abfeuern konnte.
Aber der Reihe nach.
Schüsse beim White House Correspondents‘ Dinner – Trump evakuiert
Beim jährlichen White House Correspondents‘ Dinner in Washington, D.C. fielen am Samstagabend Schüsse, kurz nachdem Donald Trump an seinem Tisch auf dem Podium Platz genommen hatte. Der Secret Service brachte ihn zusammen mit Melania aus dem Saal.
Ein mit einer Schrotflinte bewaffneter Mann hatte versucht, in das Dinner einzudringen und dabei auf einen Secret-Service-Agenten geschossen. Der Agent wurde an seiner Schutzausrüstung getroffen und blieb unverletzt.
CNN-Journalist Wolf Blitzer berichtete, er habe sich ganz in der Nähe des Schützen befunden, als er gerade von der Toilette zurückkehrte. „Es war erschreckend.“ Polizisten hätten ihn zu Boden geworfen.
Neben dem Präsidenten und der First Lady wurden auch Vizepräsident JD Vance sowie sämtliche Kabinettsmitglieder – darunter Außenminister Rubio, Finanzminister Bessent und Verteidigungsminister Hegseth – evakuiert.
Trumps Reaktion
Etwa zwei Stunden nach dem Vorfall stellte sich Trump der Presse. Er sagte, der Vorfall sei „sehr unerwartet“ gewesen und nutzte die Gelegenheit, für sein geplantes Ballsaal-Projekt auf dem Gelände des Weißen Hauses zu werben – als Argument für mehr Sicherheit bei solchen Veranstaltungen. Der Bau soll laut Trump rund 400 Millionen Dollar kosten.
Trump schilderte den Moment: Er habe zunächst ein Geräusch gehört, das er mit einem fallenden Tablett verglich. Melania habe sofort verstanden, dass etwas nicht stimmte. Innerhalb von Sekunden seien sie aus dem Saal gebracht worden.
Der mutmaßliche Schütze habe sich etwa 46 Meter entfernt befunden. Trump lobte die Sicherheitskräfte für ihr schnelles Handeln und kündigte an, die Veranstaltung innerhalb der nächsten 30 Tage wiederholen zu wollen.
Soweit die offizielle Darstellung. Doch auf X glaubt eine wachsende Zahl von Nutzern kein Wort davon. Stattdessen dominiert der Verdacht: „Ein klassisches White-House-Setup“, perfekt getimt zu Trumps sinkenden Umfragewerten und den eskalierenden Spannungen um die Straße von Hormuz und Iran.
Der Auslöser für die virale Diskussion: Ein Post des Users @Odiseus_31, der bereits wenige Stunden nach dem Vorfall schrieb:
„How convenient that every time Donald Trump’s poll numbers drop, he suffers a terrible attack. It’s a White House setup. #Trump #DonaldTrump #Hormuz #Iran #WhiteHouse“
Der Beitrag ist eine direkte Antwort auf ein Video des Vorfalls – und er trifft den Nerv vieler. Innerhalb kürzester Zeit häuften sich ähnliche Kommentare und Posts:
- „This was an attack staged to boost Trump’s reputation!“ (@Niepodatny)
- „From the outside, this attack looks like a hoax, an attack staged by Trump. Trump has become completely stupid.“ (@TahirArpas – mehrmals gepostet)
- „Absolutely a staged event. Even a brain dead moron wouldn’t try a lone wolf assassination attempt at the White House Correspondent’s Dinner.“ (@CrazySmitty271)
- „100% staged. That building should be the most secure location in the country right now…“ (@KevinPasky)
- „It was all STAGED. Gun shots were heard in the Lobby, no where close to the correspondent Dinner Hall.“ (@pharrelm1)
Sogar iranische Staatsmedien (IRIB) verbreiteten Screenshots, wonach ein Fox-News-Reporter andeutete, der Vorfall könnte „pre-planned“ gewesen sein – bevor der Sender den Beitrag abrupt abbrach.
Wie viele glauben wirklich an eine Inszenierung?
Eine exakte Auswertung der Nutzermeldungen gibt es noch nicht – der Vorfall ist erst Stunden her. Aber die Stimmung auf X spricht Bände: In den ersten Stunden nach dem Vorfall füllen Dutzende Posts mit Begriffen wie „staged“, „hoax“, „false flag“ oder „inszeniert“ die Timeline. Viele verknüpfen das Ganze explizit mit Trumps aktuellen Problemen: sinkende Zustimmungswerte und die drohende Konfrontation im Persischen Golf (Stichwort Hormuz). Der Verdacht: Ein „Attentat“ als Sympathie-Booster und Ablenkungsmanöver.
Trump-Gegner, aber auch Zweifler aus dem eigenen Lager erinnern daran, dass Trump schon früher von „Attacken“ profitierte – und dass ausgerechnet beim hochgesicherten Correspondents’ Dinner ein Einzeltäter mit schwerem Arsenal fast durchkommt, wirkt für viele unglaubwürdig. Hinzu kommt: Das Dinner ging danach einfach weiter, als wäre nichts gewesen. Keine Evakuierung des gesamten Saals, keine Panik – nur Dessert und Smalltalk?
Der Attentäter passt in das übliche Raster. Bei dem Verdächtigen soll es sich um einen Cole Tomas Allen (31) aus Torrance, Kalifornien, handeln. Er soll als Spieleentwickler und Lehrer arbeiten. Trump bezeichnete ihn als „Möchtegern-Killer“, die Behörden verbreiteten sogleich, Allen sein ein Einzeltäter, es gebe keine Mitverschwörer. Das klingt so kurz nach dem Vorfall nicht wirklich überzeugend.
Hier noch weitere Posts im Original. Wirkliche Aufklärung wird es wohl nicht geben:






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