In der Berliner Zeitung konnte man es diese Woche lesen: Seit sechs Jahren vergibt der Berliner Senat einen Preis, der auf lesbisches Leben aufmerksam machen soll. Doch inzwischen können ihn auch Männer erhalten.
Normalbürger müssen inzwischen gut überlegen, wie sie sich zu solchen Meldungen äußern. Schnell hat man eine Strafanzeige oder eine Klage mit horrender Schadensersatzforderung am Hals. Die Frauenpolitikerin Jeannette Auricht von der AfD-Hauptstadtfraktion hat es dennoch getan und bringt es auf den Punkt:
„Jetzt können also auch Männer ‚Lesben*‘ sein. Selbst dieser Irrsinn verwundert einen kaum noch, denn in der Clownslogik der Genderideologie existieren Geschlechter ja ohnehin nur noch als ‚soziale Konstrukte‘ oder ‚Spektren‘, die nicht etwa biologisch determiniert sind, sondern ‚zugeschrieben‘ werden. Bemerkenswert daran ist einzig, dass dieser Unsinn von einem CDU-geführten Senat fortgeführt wird.
Jetzt soll dieser aber bitte auch konsequent handeln und jegliche Frauenpolitik umgehend einstellen! Wozu noch Frauengefängnisse, Frauenumkleiden, Frauen-Fitnessstudios und Frauenparkplätze, wenn ohnehin Jeder, der sich als Frau identifiziert, Zugang zu all diesen Bereichen hat? Und dass die selben Personen, die diesen Unsinn hartnäckig propagieren, immer noch für Frauenquoten kämpfen, ist auch nur mit erheblicher kognitiver Dissonanz zu erklären.
Dumm nur, dass die konsequente Auflösung von Geschlechtskategorien sämtliche durch die Vorkämpferinnen der Emanzipation, von Emily Pankhurst bis Alice Schwarzer, schwer erkämpften Verbesserungen für Frauen null und nichtig macht. Was einst Sichtbarkeit und Rechte von Frauen stärken sollte, wurde derart grotesk überdreht, dass es Frauen als Kategorie abschafft. Willkommen in der selbst geschaffenen Verwirrung!“




