Während Politik und große Medien weiterhin fast ausschließlich den menschlichen CO₂-Ausstoß als Haupttreiber des Klimawandels darstellen, weisen wissenschaftliche Studien immer wieder auf einen oft vernachlässigten Faktor hin: die Sonne.

In der aktuellen Ausgabe der Sendereihe Klimaschau wird eine neue Forschungsarbeit vorgestellt, an der unter anderem die Universität Bonn beteiligt war. Die Aussagen stammen aus dem Video selbst und basieren auf einer Studie, die im Fachjournal Nature Communications veröffentlicht wurde.

Laut einer Pressemitteilung der Universität Bonn untersuchte ein internationales Forschungsteam Sedimentbohrkerne aus der Antarktis, um die Entwicklung des sogenannten Festeises entlang der Küsten über einen Zeitraum von rund 3700 Jahren zu rekonstruieren. Dieses Küsteneis bleibt an Ort und Stelle und hinterlässt durch Schmelz- und Gefrierprozesse geologische Spuren, die sich Jahrtausende später noch auswerten lassen.

Die Auswertung zeigt laut den Forschern eine überraschend deutliche Synchronität zwischen Veränderungen des Küsteneises und natürlichen Schwankungen der Sonnenaktivität.

Das Festeis spielt eine zentrale Rolle für das Ökosystem der Antarktis: Es beeinflusst biogeochemische Kreisläufe, reguliert Lebensräume zahlreicher Tierarten – darunter auch Pinguine – und dient in manchen Regionen sogar als natürliche Landefläche für Flugzeuge.

Die Studie entwickelte eine neue Methode, mit der sich das historische Wechselspiel von Schmelzen und Gefrieren des Küsteneises über Jahrtausende rekonstruieren lässt. Diese Daten sollen helfen, natürliche Klimaprozesse besser von menschlichen Einflüssen zu unterscheiden.

Klimamodellsimulationen zeigen laut den Forschern zudem, dass erhöhte Sonnenstrahlung die Meeresoberfläche erwärmen kann. Dadurch wird Meereis reduziert und der Wärmeaustausch zwischen Ozean und Atmosphäre verstärkt.

Das Fazit der in der Sendung besprochenen Forschung: Natürliche Faktoren – insbesondere solare Zyklen – könnten einen erheblichen Einfluss auf das Klima der Erde haben. Ein Aspekt, der in politischen Debatten häufig kaum Beachtung findet.

Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Entdecke mehr von F-NEWS

Jetzt abonnieren, um weiterzulesen und auf das gesamte Archiv zuzugreifen.

Weiterlesen