Was lange als linke Phantasie galt, ist längst im Kern der MAGA-Bewegung angekommen: Der Schuss auf Donald Trump am 13. Juli 2024 in Butler, Pennsylvania, könnte eine Inszenierung gewesen sein. Wie der Daily Mail berichtet, hat sich inzwischen auch Marjorie Taylor Greene, einst glühende Trump-Verfechterin, den Dissidenten angeschlossen.
Greene teilte auf X einen langen Beitrag von Trisha Hope, einer texanischen Republikanerin und Nationaldelegierten beim Parteitag 2024. Hope schildert darin, wie sie auf dem Weg nach Wisconsin vom Attentat erfuhr und sofort aufbrach. Auf dem Parteitag teilte sie zunächst die Erleichterung der Delegierten, die in Trumps Überleben göttliche Fügung sahen. Dann trat Trump ans Mikrofon.
„So viele haben mich gefragt, was passiert ist. Also werde ich euch genau erzählen, was passiert ist — und ihr werdet es von mir kein zweites Mal hören, weil es zu schmerzhaft ist.“ Für Hope war das der erste rote Alarm. Ein Mann, der über alles redet und Vergeltung zu seinem politischen Markenzeichen gemacht hat, schweigt ausgerechnet über den Moment, der ihn beinahe das Leben gekostet hätte. Trump habe damit jede weitere Diskussion abgewürgt — offizielle Version geliefert, einmalig, abgehakt.
Auch das ikonische Foto gibt ihr zu denken. Trump mit geballter Faust, Blut am Ohr, „Fight!“ rufend — das hätte im Studio nicht besser inszeniert werden können. Die Secret-Service-Agenten hätten die Köpfe gesenkt, die Flagge sei im selben Moment sanft abgesenkt worden, als wäre alles choreografiert. Und statt sein Sicherheitspersonal zu feuern, beförderte Trump Sean Curran — den Mann im weißen Hemd — zum neuen Chef des Secret Service.
Hopes härteste Anschuldigung betrifft Corey Comperatore, den freiwilligen Feuerwehrmann, der beim Attentat starb, während er seine Familie schützte. Er sei in den Plan eingebaut worden, jemand habe sterben müssen — sonst wäre es zu leicht gewesen, das Ganze als Hoax abzutun. Seine Witwe bettele bis heute um Antworten und bekomme keine.
Greenes Kommentar war knapp: Trump müsste derjenige sein, der die Aufklärung vorantreibt. Warum tue er es nicht? Das sei die Frage. In einem Folge-Tweet stellte sie klar, sie nenne das Attentat nicht direkt einen Schwindel — aber sie wolle wissen, warum Akten über den Schützen Matthew Crooks nicht freigegeben werden und ob dieser wirklich allein gehandelt habe.
Greene steht damit nicht allein. Tucker Carlson, Candace Owens und der Komiker Tim Dillon haben ähnliche Fragen aufgeworfen. Die republikanischen Abgeordneten Mike Kelly und Pat Fallon werfen dem FBI vor, eine parlamentarische Untersuchung zu blockieren. Eine bundesweite Sonderkommission kam dagegen zu dem Schluss, das Attentat habe sich genau so ereignet wie offiziell dargestellt. Für die Zweifler zählt das wenig. Und Trump? Er hängt das Gemälde des Butler-Moments prominent im Weißen Haus — und schweigt, wie angekündigt, bis heute.






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