Das Bundesfamilienministerium finanziert mit 300.000 Euro Steuergeldern ein KI-Browser-Plugin, das Schülern beibringen soll, was als „Desinformation“ gilt – und empfiehlt dazu ausgerechnet Correctiv als Faktencheck-Instanz im Unterricht, wie Apollo News berichtet.
Das Projekt trägt den Namen „DisCoBoard“ und wird vom FZI Forschungszentrum Informatik entwickelt. Finanziert wird es über das Bundesprogramm „Demokratie leben“ – jenes millionenschwere Förderwerk, das regelmäßig linksnahe Projekte mit Steuergeld alimentiert. Das Tool soll als Browser-Plugin funktionieren, Inhalte auf Webseiten automatisch als „Desinformation“ kennzeichnen und Schülern erklären, warum eine bestimmte Information falsch sein soll. Bis 2029 fließen insgesamt über 300.000 Euro in das Vorhaben – 153.590 Euro im Vorjahr, weitere 153.543 Euro in diesem Jahr.
Wer entscheidet, was Desinformation ist? Laut dem im Projekt erstellten Lehrermaterial jene Organisationen, die das Ministerium als vertrauenswürdig erachtet: allen voran Correctiv und der Tagesschau-Faktenfinder. Correctiv ist dieselbe Organisation, die mit einem umstrittenen Bericht über ein angebliches „Geheimtreffen“ in Potsdam eine politische Kampagne auslöste – und deren „Faktenchecks“ vor Gericht bereits mehrfach nicht standhielten. Nun soll der Verein zur Lehrautorität für eine ganze Schülergeneration werden.
Die Definition von Desinformation, die das Projekt verwendet, klingt auf den ersten Blick neutral: „bewusste und gezielte Verbreitung von falschen oder irreführenden Informationen mit dem Ziel, Wahrnehmungen zu manipulieren.“ Wo genau die Grenze zwischen legitimer Institutionenkritik und angeblicher Vertrauensuntergrabung liegt, lässt das Projekt offen. Das ist kein Versehen, sondern Methode: Wer die Definitionshoheit hat, entscheidet, was erlaubt ist zu denken.
Das Plugin soll „spielerisch“ eingesetzt werden – an zwei Partnerschulen laufen bereits Pilotveranstaltungen, Schüler werden in die Entwicklung eingebunden. Ende April erhielt „DisCoBoard“ den Anerkennungspreis des Wolfgang-Heilmann-Preises der Integrata-Stiftung. Preiswürdig, dass man Kinder daran gewöhnt, ihre Informationsquellen durch staatlich zertifizierte Filter zu betrachten.
Was hier unter dem Deckmantel von „Medienbildung“ installiert wird, ist eine staatlich finanzierte Deutungsarchitektur für den Nachwuchs. Nicht Quellenkritik wird gelehrt, sondern Quellenvertrauen gegenüber ausgewählten, regierungsnahen Institutionen. Das ist keine Bildung. Das ist Konditionierung.
Quelle: Apollo News







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