Arm im Alter, abgezockt ins Pflegeheim, 20.000 Euro weniger Zuschuss

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Symbolbild: ältere Frau im Pflegeheim mit Rechnungen und leerem Portemonnaie
Symbolbild: Pflegeheimkosten und Altersarmut.

CDU-Gesundheitsministerin Warken will, dass Pflegeheimbewohner künftig bis zu sechs Monate länger die vollen Heimkosten komplett selbst tragen müssen.

Das ist die bittere Wahrheit: Der Eigenanteil liegt im ersten Jahr bei durchschnittlich 3.245 Euro pro Monat. Die meisten Rentner bekommen aber nur durchschnittlich rund 1.200 Euro Rente. Das reicht hinten und vorne nicht und man muss zum Amt. Das Sozialamt übernimmt die Differenz und der Patient, der ein Leben lang geackert hat, landet in der Armut.

Niemand strebt an, im Alter ins Pflegeheim zu müssen. Interessant ist, dass der Aufenthalt im Schnitt nur 25 Monate dauert. Besonders dramatisch bei den Hochbetagten: Bei den über 85-Jährigen landen rund 25 Prozent im Heim. Ob Handwerker oder Oberregierungsrat.

Wer ein Häuschen hat und der Ehepartner wohnt noch darin, darf es behalten. Ansonsten wird es einkassiert. Statt die Pflege endlich fair zu finanzieren, macht Warken die Armutsfalle für die Generation der Fleißigen noch größer. Viele werden schneller und länger zum Sozialfall. Das ist keine Reform, das ist eine Zumutung!

Taschengeld von 5,07 Euro pro Tag

Pflegeheimbewohner, denen das Amt die Differenz zwischen Rente und Pflegeheim bezahlt, sind ohnehin arm dran. Sie erhalten ein Taschengeld von 5,07 Euro pro Tag. Das reicht gerade noch für eine Packung aus Polen geschmuggelter Zigaretten oder Bier vom K d.h., wenn der AOK-Rollator diese Strecke noch schafft.

2024 lebten bundesweit rund 800.000 Menschen in stationären Pflegeeinrichtungen, davon bezogen 353.575 Sozialhilfe, weil Rente, Vermögen und Pflegekasse für die Heimkosten nicht reichten. Anders gesagt: Etwa 42 von 100 Pflegeheimbewohnern konnten den Platz nicht vollständig selbst bezahlen. Hat Ministerin Warken das übersehen?

Nebenverdienst im Pflegeheim

Statt therapeutischer Spiele gäbe es viele Minijobs, um die Alten zu beschäftigen. Selbst Glückwunschkarten ins Kuvert stecken könnte 15 Euro pro Tag einbringen. Zehn Euro flössen ans Heim und das Taschengeld hätte sich verdoppelt. Und wer seit 1990, vor 36 Jahren, sich mit PC und Internet vertraut gemacht hat, dem stünden viele Homeoffice-Angebote offen. Die eigene Würde zurückgewinnen, indem Ministerin Warken unterstützt wird, was täte man lieber.

Traurig genug, dass Milliarden für andere Länder großzügig gespendet werden, während zu Hause vor der Tür kleinlich taktiert wird.

Eine Schande für Deutschland.

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Kommentare

Ein Kommentar

  1. Martin

    Das ganze System läuft auf der letzten Ritze…

    Mein Zahnarzt ist in Pension gegangen… Ich habe keine Praxis gefunden, die mich jetzt aufnehmen würde. Ich könnte einen Termin im November bekommen…

    Aber Milliarden für Rüstung und Krieg…

    Für was sollen dien Leute denn kämpfen, wenn es nur besser werden kann, wenn die Verwaltung des Gebietes an die Russen fällt? Schlechter als es in den kommenden Jahren wird, kann es ja nicht werden.

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