EU-Altersnachweis: Von der Leyen rettet die Kinder – ausgerechnet sie

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Die Frau, die der Welt AstraZeneca-Verträge per SMS ausgehandelt und die EU-Impfkampagne zur PR-Übung ihrer eigenen Amtszeit gemacht hat, tritt jetzt als Hüterin der europäischen Kindheit auf. Ursula von der Leyen höchstpersönlich verkündete laut heise online gemeinsam mit Digitalvize Henna Virkkunen den Start einer europaweiten Altersverifikations-App – die angeblich technisch fertig ist, „die weltweit höchsten Datenschutzstandards“ erfüllt und obendrein „vollkommen anonym“ funktioniert. Kein Kind bleibt zurück, kein Nutzer wird verfolgt. Versprochen.

Das Alarmbild, das Brüssel malt, ist bewährt apokalyptisch: Jedes sechste Kind wird gemobbt, Algorithmen zerstören Gehirne, Plattformen schützen niemanden. All das stimmt im Kern sogar – was die Frage aufwirft, warum dieselbe Kommission jahrelang dabei zugeschaut hat, wie Meta, TikTok und Co. Minderjährige nach Belieben in ihre Suchtmaschinen trieben. Statt der großen Konzerne frühzeitig auf den Leib zu rücken, gab es jahrelang freundliche Appelle und Selbstverpflichtungen. Jetzt, wo der politische Druck aus Paris und Rom nicht mehr zu ignorieren ist, präsentiert Brüssel eine App.

Das technische Konzept klingt auf dem Papier nicht schlecht: Die App basiert auf dem Zero-Knowledge-Proof-Verfahren, das die Altersbestätigung ermöglicht, ohne persönliche Daten zu übermitteln. Plattformen bekämen nur ein „alt genug“ geliefert, nicht den Ausweis. Der Quellcode soll offen auf GitHub liegen. Österreich setzt Ähnliches bereits ein. Soweit so respektabel – wäre da nicht die kleine Frage der Glaubwürdigkeit der Absenderin.

Denn von der Leyen ist dieselbe Kommissionspräsidentin, die bei der Chatkontrolle für die anlasslose Massenüberwachung sämtlicher privater Kommunikation trommelte, deren Behörde die DSGVO erfunden hat, die heute kaum jemand noch ernst nimmt, und die den European Health Data Space vorantreibt, der Patientendaten konzernfreundlich „nutzbar“ machen soll. Ausgerechnet diese Kommission erklärt nun, sie habe eine App gebaut, die niemanden trackt. Wer das fraglos glaubt, sollte vielleicht noch einmal über seinen Medienkonsum nachdenken.

Hinzu kommt: Bevor die App irgendeinen Minderjährigen schützt, muss sie einmalig mit einem Ausweisdokument eingerichtet werden. Irgendwo muss dieser Abgleich also stattfinden. Wer genau diese Infrastruktur betreibt, kontrolliert, auditiert – und was im Fall eines Datenlecks oder einer Behördenanfrage passiert – darüber schweigt die Jubelerklärung der Kommission großzügig. Stattdessen: Technologievertrauen durch Pressemitteilung.

Deutschland schließlich will erst einmal ein Expertengremium einsetzen. Das ist in seiner hilflosen Vorhersehbarkeit beinahe tröstlich – während Frankreich, Italien und Irland die App bereits in ihre nationalen Digitalausweise integrieren wollen, sitzt Berlin wieder im Beratungskreis und erarbeitet Empfehlungen. Der Quellcode liegt übrigens offen auf GitHub – wer mag, kann selbst nachschauen, was da tatsächlich gebaut wurde. Vertrauen ist gut. Lesen ist besser.

Dieser Artikel wurde zuerst auf F-NEWS veröffentlicht.
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Kommentare

Ein Kommentar

  1. Dr.Faustus hat beschlossen und verkündet 👈

    Die BrüsselBerlin Babajaka hat nichts zu melden und die unnötigen Schmarotzer sollen in ihre Länder gehen und was arbeiten 👈 Seit wann soll der Ostteil vom Heutigen Deutschland das blechen… Dieses Türkische Muselmannen Stück von U.Mu…schi… Und der Papst soll die Fresse halten 🗡️🗡️🗡️🗡️🗡️🗡️🗡️🗡️

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