Thüringen: Vier Migranten nach Maibaumfest unter Vergewaltigungsverdacht

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Symbolbild zu Polizeieinsatz nach einem Maibaumfest in Thüringen
Symbolbild: Ermittlungen nach schwerem Vorwurf auf einem Maibaumfest

Nach einem Maibaumfest in Thüringen steht ein schwerer Vorwurf im Raum. Laut BILD sollen vier Migranten eine junge Frau vergewaltigt haben. Gegen die Männer wird demnach ermittelt. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Der Fall ist deshalb so brisant, weil er wieder in jenes Muster fällt, über das Politik und viele Medien nur ungern sprechen: Volksfest, junge Frau, Gruppenverdacht, migrantischer Hintergrund. Wenn solche Taten im Raum stehen, wird gern sofort beschwichtigt, relativiert oder auf das laufende Verfahren verwiesen. Nur die Opfer und ihre Angehörigen haben von dieser Routine nichts.

Gerade ländliche Feste leben vom Gefühl, dass man sich kennt und sicher bewegen kann. Wenn inzwischen selbst solche Orte von schweren Gewaltvorwürfen überschattet werden, ist das kein Randthema. Es geht um das Sicherheitsgefühl im Alltag, um Vertrauen in den Staat und um die Frage, warum bestimmte Entwicklungen immer erst dann benannt werden dürfen, wenn es längst zu spät ist.

Die Ermittlungen müssen nun klären, was genau geschehen ist und welche strafrechtliche Verantwortung die Verdächtigen tragen. Politisch bleibt schon jetzt der bittere Befund: Deutschland diskutiert seit Jahren über Frauenrechte, Schutzräume und Gewalt gegen Frauen. Sobald aber Herkunft, Migration und importierte Gewaltmuster berührt werden, wird die Debatte plötzlich auffallend leise.

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