Rente mit 70 und weniger Niveau? AfD spricht von „Liste des Grauens“

Symbolbild: Rentenkrise und Arbeiten bis 70, ältere Person von hinten am Küchentisch
Symbolbild: Debatte um Rentenalter und Rentenniveau.

Die Debatte um die Zukunft der gesetzlichen Rente bekommt neuen Zündstoff. Die AfD-Fraktion im Deutschen Bundestag verweist auf Medienberichte, wonach sich die von der Regierung eingesetzte 13-köpfige Kommission zur Reform der Rentenversicherung auf gemeinsame Vorschläge geeinigt haben soll. Demnach könnte die Lebensarbeitszeit langfristig auf 70 Jahre steigen, während das Rentenniveau ab 2031 sinken und schrittweise auf 46 Prozent fallen soll.

Kurz nach Bekanntwerden der Vorschläge kamen bereits Dementis aus der Kommission. Unter anderem Pascal Reddig von der CDU und Annika Klose von der SPD sollen die Darstellung zurückgewiesen haben. Für die rentenpolitische Sprecherin der AfD-Fraktion, Ulrike Schielke-Ziesing, zeigt gerade dieses Hin und Her, wie planlos die Regierung in der Rentenfrage agiert.

Schielke-Ziesing spricht von Vorschlägen, die weit über das hinausgingen, woran die Koalition bereits im vergangenen Jahr gescheitert sei. Die SPD sei bekanntlich stolz darauf, jeden Reformansatz im Keim zu ersticken. Als Beispiel nennt sie das Gezerre um die Haltelinie von 48 Prozent, die entgegen wirtschaftlicher Vernunft zur Schicksalsfrage erklärt worden sei.

Auch die Anhebung des Renteneintrittsalters bleibt politischer Sprengstoff. Kanzler Merz fordere sie zwar gelegentlich, doch eine echte Einigung hält die AfD-Politikerin für unrealistisch. Wer hier an einen Durchbruch vor der Sommerpause glaube, „glaubt auch an den Weihnachtsmann“, erklärt Schielke-Ziesing. Dass kurz nach Veröffentlichung der „Liste des Grauens“ die ersten Dementis kamen, passe ins Bild.

Für die Bürger ist dieser kommunikative Supergau keine gute Nachricht. Während die Parteien öffentlich dementieren, bleibt die zentrale Frage ungelöst: Wer bezahlt die Rentenlücke? Schielke-Ziesing kritisiert, Finanzminister Klingbeil wolle sich weiter auf Kosten der Rentenkasse sanieren, allein mit vier Milliarden Euro im kommenden Jahr und auch darüber hinaus.

Auffällig sei zudem, was offenbar gar nicht ernsthaft diskutiert werde: der Ausgleich versicherungsfremder Leistungen durch den Bund. Diese Forderung erheben Rentenexperten seit Jahren. Auch die AfD-Fraktion sieht darin einen zentralen Hebel. Wenn der Staat der Rentenkasse Aufgaben aufbürdet, die nicht aus Beiträgen finanziert werden dürften, muss er diese Last auch aus dem Bundeshaushalt begleichen.

Am Ende bleibt für Millionen Beitragszahler der bittere Eindruck: Länger arbeiten, weniger bekommen, mehr Unsicherheit. Genau diese Mischung zerstört Vertrauen. Wer ein Leben lang einzahlt, darf nicht mit 70 noch auf dem Bau, im Pflegeheim oder an der Werkbank stehen müssen, nur weil die Politik ihre Rentenversprechen nicht finanzieren kann.

Schielke-Ziesings Fazit fällt entsprechend hart aus: Das, was bekannt geworden sei und anschließend dementiert wurde, zeige, dass die Regierung weiterhin keine Lösung für die Rentenfrage habe.

https://x.com/AfDimBundestag/status/2057461467708789171
Quelle des Wissens quelle-des-wissens.de
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