Queerbeauftragter der Bischofskonferenz: Wer traditionell lebt, „verrät die eigene Botschaft“

Symbolbild: Katholische Hochzeit

Ausgerechnet zu Ostern preschte Weihbischof Ludger Scherpers aus dem Bistum Essen mit einer bemerkenswerten Ansage nach vorne. Als „Queerbeauftragter“ der Deutschen Bischofskonferenz erklärt er, laut Demo für Alle, homo-, trans- und intergeschlechtliche Identitäten seien „kein modernes Konstrukt, sondern Teil von Gottes Schöpfungsplan“ — und wer ein traditionelles Geschlechtsverständnis verteidige, „verrät die eigene Botschaft“.

Die Kirche habe patriarchale Strukturen nicht nur geduldet, sondern „aktiv gefördert“, so Scherpers weiter. Die Rückkehr zu einem klassischen Geschlechterbild sei ein „Irrweg“. Damit stellt ein amtierender Weihbischof der katholischen Kirche deren eigene Lehrposition — wie sie etwa im Katechismus und in zahlreichen päpstlichen Dokumenten niedergelegt ist — kurzerhand als Irrweg hin.

Ein Amt, das es vor 2024 nicht gab

Das Amt des „Queerbeauftragten“ wurde in der Deutschen Bischofskonferenz erstmals im Februar 2024 eingerichtet — zeitlich exakt nach jenem politischen Muster, das zuvor linke Bundesregierungen in Ministerien und Länderparlamenten etabliert hatten. Was in staatlichen Stellen als Hebel zur Verankerung von LGBTQ-Positionen in Schulen, Kitas und Behörden diente, hat nun also auch in der Kirchenbürokratie einen institutionellen Platz gefunden.

Scherpers beklagt gleichzeitig, hinter der wachsenden Begeisterung junger Frauen für klassische Geschlechterrollen — dem sogenannten „Tradwife“-Trend — steckten vor allem politische Interessen. Eine Argumentation, die er offenkundig nicht auf sein eigenes, politisch geprägtes Bischofskonferenz-Amt anwenden möchte.

Lehramt contra Zeitgeist

Die offizielle Lehre der katholischen Kirche unterscheidet klar zwischen biologischem Geschlecht und sozialer Rolle, lehnt eine Pluralisierung von Geschlechtsidentitäten ab und bekräftigt die Komplementarität von Mann und Frau — zuletzt bekräftigt durch das Vatikan-Dokument Fiducia Supplicans und die Erklärung Dignitas Infinita aus dem Jahr 2024, die Geschlechtsumwandlungen und Leihmutterschaft explizit ablehnt.

Scherpers bewegt sich mit seinen Aussagen in einem offenen Widerspruch zu diesen Positionen. Dass ein Weihbischof dies nicht in einer privaten Kolumne, sondern in seiner offiziellen Funktion tut, ist kirchenrechtlich und theologisch keine Kleinigkeit.

Für diejenigen, die in der Kirche eine geistliche Heimat suchen und nicht eine weitere Institution, die den jeweiligen Zeitgeist absegnet, dürfte Ostern 2026 ein wenig anders geklungen haben als gedacht.

Dieser Artikel wurde zuerst auf F-NEWS veröffentlicht.
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Kommentare

Ein Kommentar

  1. Die Sekte von „Vatikanum 2“ ist NICHT die katholische Kirche, sondern die dezidiert antichristliche Sekte. Zölibatsbruch, Kindesmissbrauch usw. sind symptomatische Verwahrlosungen der V2-Gottlosigkeit. Cf. auch Spiegel, 25.11.2005: „Katholische Kirche ist größte transnationale Schwulenorganisation“.

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