Prügel statt Lesen: Eltern erheben Vorwürfe gegen Welser Montessori-Schule

Symbolbild

Eine Welser Privatschule sieht sich mit Vorwürfen konfrontiert, die das gesamte Konzept alternativer Pädagogik in Frage stellen: Körperliche Übergriffe unter Schülern, die von der Schulleitung systematisch kleingeredet wurden, dazu gravierende Lernrückstände — wie heute die Kronen-Zeitung hinter der Bezahlschranke schreibt. Zuvor hatte  MeinBezirk berichtet, dass eine Familie eine Anwältin eingeschaltet und Strafanzeige angekündigt hat.

Konkret geht es um die DaVinci Akademie, eine Montessori-Privatschule in Wels. Die Eltern eines heute neunjährigen Buben hatten sich bewusst für das alternative Konzept entschieden — kein Frontalunterricht, sanfter Übergang vom Kindergarten. Was folgte, war nach ihrer Schilderung ein Albtraum: Ihr Sohn wurde über Monate von Mitschülern körperlich attackiert, umgeworfen, getreten, von hinten angesprungen. Zweimal musste das Kind im Krankenhaus abgeklärt werden. Die Reaktion der Schulleitung? Sie erklärte das Kind für „empfindlich“.

Die Folgen sind bis heute spürbar. Der Bub meidet Menschenmengen aus Angst vor Angriffen von hinten und wird psychologisch betreut. Nach dem Wechsel in eine öffentliche Schule stellte die dortige Direktorin fest, dass der Drittklässler grundlegende Inhalte der zweiten Schulstufe nicht beherrschte: Schreibschrift kaum vorhanden, Druckschrift lückenhaft, grundlegende Rechenstrategien nicht automatisiert.

Deutsch-Unterricht: kein Platz im Angebot

Was die Eltern besonders aufbringt: Ihr Sohn soll über Monate vom Deutsch-Kompetenzbereich ferngehalten worden sein — nicht wegen Fehlverhaltens, sondern weil dieser „voll“ war. Statt zu lernen verbrachte er die Zeit im Turnsaal oder im Garten. Die Anwältin der Familie, Sonja Fasthuber, zeigt sich fassungslos: Sie könne nicht nachvollziehen, warum keine der mehrfach zugesicherten Maßnahmen von der Schulleitung umgesetzt worden seien.

Die Schule selbst weist alle Vorwürfe über ihren Anwalt Sebastian Eigner zurück. Man verfüge über ein „regelmäßiges und klares Konfliktmanagement“, die Behauptungen seien „weder nachvollziehbar noch den Tatsachen entsprechend“. Gleichzeitig droht die Schule mit Klagen wegen „kreditschädigender Behauptungen“ — ein klassisches Mittel, um betroffene Eltern einzuschüchtern. Der Fall liegt mittlerweile bei der Bildungsdirektion, die einen Bericht erstellen soll.


Quellen:

  1. MeinBezirk — „Lerndefizite und Gewalt“: Familie erhebt Vorwürfe gegen Welser Privatschule
  2. Krone.at — Schwere Vorwürfe erschüttern Welser Privatschule
Quelle des Wissens quelle-des-wissens.de
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