Ausgerechnet das linksliberale Pew Research Center liefert Donald Trump Munition im Streit ums amerikanische Geburtsrecht-Staatsbürgerrecht: Laut einer aktuellen Pew-Studie, über die Just the News berichtet, wurden im Jahr 2023 rund 320.000 Kinder von Müttern ohne legalen Aufenthaltsstatus in den USA geboren – das entspricht neun Prozent aller 3,6 Millionen Geburten in diesem Jahr.
Trumps Exekutivorder, mit der er das sogenannte Birthright Citizenship einschränken will, liegt derzeit beim Supreme Court. Die Regierung argumentiert, das im 14. Zusatzartikel der Verfassung verankerte Geburtsortsprinzip – eingeführt 1868, ursprünglich zur Absicherung der Bürgerrechte ehemaliger Sklaven – werde heute dazu missbraucht, illegale Einwanderung zu belohnen und „Geburtstourismus“ zu betreiben.
Rund 245.000 der betroffenen Kinder hatten laut Pew auch Väter ohne US-Staatsbürgerschaft oder dauerhaften Aufenthaltsstatus. Würde Trumps Order heute gelten, wären nachträglich 5,1 Millionen Menschen betroffen, die zwischen 2006 und 2023 in den USA als Kinder von Müttern ohne Aufenthaltsrecht geboren wurden. Dazu kommen weitere 4,4 Millionen mit Vätern in derselben Situation.
Auch der internationale Vergleich, den Pew mitliefert, ist für Trumps Seite verwertbar: Nur 32 andere Staaten weltweit kennen ein ähnlich weitgehendes Geburtsortsprinzip. In der Mehrheit der Länder richtet sich die Staatsbürgerschaft nach der Herkunft der Eltern, nicht nach dem Geburtsort. 26 Länder verlangen sogar, dass bereits mindestens ein Elternteil im Land geboren wurde.
Der Supreme Court hat signalisiert, dass er die Verfassungsfrage ernstnimmt – auch wenn das Ergebnis noch offen ist. Klar ist: Selbst wenn das Gericht Trumps Order kippt, könnte die politische Debatte durch die Pew-Zahlen neuen Schub bekommen. Dass ausgerechnet ein als eher progressiv geltender Thinktank die Datenbasis für eine der umstrittensten Migrationsinitiativen der Trump-Regierung liefert, dürfte in Washington für einiges Kopfschütteln sorgen – auf beiden Seiten des Ganges.






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