Am 4. Februar 2026 ist der AfD-Vorstoß im Thüringer Landtag gescheitert – aber mit einem kleinen, doch sehr aussagekräftigen Schönheitsfehler für die Regierungsfraktionen. Die AfD-Fraktion (32 Mandate) brachte ein konstruktives Misstrauensvotum gegen Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) ein und schlug ihren Fraktionschef Björn Höcke als Nachfolger vor. Für einen Erfolg wären mindestens 45 Ja-Stimmen nötig gewesen (absolute Mehrheit der 88 Abgeordneten).
Das Ergebnis der geheimen Abstimmung: 33 Ja-Stimmen für Höcke, 51 Nein, 1 Enthaltung.Voigt bleibt im Amt – doch die eine Stimme über den AfD-Block hinaus ist das eigentliche Politikum des Tages.
Mindestens ein Abgeordneter aus CDU, BSW, SPD oder Linken hat heimlich für Höcke gestimmt. Die sogenannte Brandmauer hat in der geheimen Wahl offenbar den ersten kleinen Riss bekommen.Anlass des Manövers war die frische Aberkennung von Voigts Doktortitel durch die TU Chemnitz wegen Plagiatsvorwürfen.
Die AfD nutzte die Schwächephase des CDU-Regierungschefs, um die Regierungskoalition (CDU + BSW + SPD) öffentlich unter Druck zu setzen und interne Unzufriedenheit sichtbar zu machen.
Während die etablierten Parteien von „erfolgreicher Abwehr“ sprechen, zeigt das Ergebnis: Die Einheitsfront gegen die AfD ist nicht mehr ganz so eisern, wie sie nach außen dargestellt wird. Eine Stimme reicht zwar nicht, um Voigt zu stürzen – aber sie reicht, um Zweifel zu säen. Die Frage bleibt: Wer war der Abweichler – und wie viele folgen beim nächsten Mal?




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