Machetenmann in Hamburger S-Bahn: Fahrgäste fliehen aus dem Zug

·

·

Symbolbild: Machete auf einem Sitz in einer S-Bahn nach einem Polizeieinsatz
Symbolbild: Sicherheitsvorfall in einer S-Bahn.

In Hamburg soll ein 53-jähriger Mann in einer fahrenden S-Bahn mit einer Machete hantiert und zwei Fahrgäste in Angst versetzt haben. Das berichtet die Bundespolizeiinspektion Hamburg. Der Vorfall ereignete sich demnach am Mittwochabend gegen 21:40 Uhr in einer S7 zwischen Rothenburgsort und Tiefstack.

Nach derzeitiger Darstellung der Bundespolizei war der Mann, ein 53-jähriger iranischer Staatsangehöriger, mit einem Hund unterwegs. Plötzlich soll er aggressiv geworden sein und eine volle Deodorant-Dose in Richtung zweier Fahrgäste geworfen haben. Getroffen wurden die beiden laut Meldung nicht. Für die Reisenden dürfte die Situation trotzdem kaum als harmloser Zwischenfall gewirkt haben.

Im weiteren Verlauf soll der Tatverdächtige eine Machete hervorgeholt und damit gegen Sitzpolster und eine Stange geschlagen haben. Als der Zug am S-Bahnhof Tiefstack hielt, verließen Fahrgäste die Bahn laut Bundespolizei fluchtartig. Kurz darauf trafen alarmierte Einsatzkräfte ein, nahmen den Mann vorläufig fest und befragten Zeugen. Der Hund des Mannes wurde währenddessen von einer Beamtin gesichert.

Eine Videoauswertung ergab nach Angaben der Bundespolizei, dass der Mann den Bahnsteig kurzzeitig verlassen und anschließend wieder zurückgekehrt war. Auf Nachfrage soll er angegeben haben, die Machete in einem Gebüsch neben dem Tunneleingang versteckt zu haben. Außerdem habe er mitgeteilt, dass ihm die Situation leidtue. Die Waffe wurde gefunden und sichergestellt.

Bemerkenswert ist der Ausgang der Maßnahme: Nach Abschluss der bundespolizeilichen Schritte vor Ort wurde der Tatverdächtige mit einem Platzverweis für den S-Bahnhof Tiefstack entlassen. Gegen ihn läuft nun ein Strafverfahren wegen des Verdachts der versuchten gefährlichen Körperverletzung und der Bedrohung. Die weiteren Ermittlungen führt der Ermittlungsdienst der Bundespolizeiinspektion Hamburg.

Der Fall zeigt erneut, wie schnell der öffentliche Nahverkehr zum Angstraum werden kann, wenn Gewalttäter oder psychisch auffällige Personen mit Waffen unterwegs sind. Für Pendler, Familien und ältere Menschen zählt in der Bahn nicht die Statistik, sondern die konkrete Frage, ob sie abends sicher nach Hause kommen. Wer einen solchen Vorfall miterlebt, wird kaum Trost darin finden, dass am Ende „nur“ ein Platzverweis ausgesprochen wurde.

Quelle des Wissens quelle-des-wissens.de
Deine Numerologie-Analyse
Lebenszahl  ·  Seelendrang  ·  Persönlichkeit
Jetzt