Gold hat diese Woche eine Vollbremsung hingelegt, die selbst hartgesottene Edelmetall-Fans kalt erwischt hat. Der Spotpreis liegt aktuell bei rund 4.200 bis 4.300 US-Dollar pro Feinunze – umgerechnet grob 3.650 bis 3.700 Euro – nachdem es an einzelnen Tagen bis zu minus 8 Prozent nach unten ging, wie Kitco News berichtet. Über fünf Handelstage summiert sich das auf bis zu 12,7 Prozent Verlust – der stärkste Rückgang seit Monaten.

Die offiziellen Erklärungen klingen vertraut: nachlassende Safe-Haven-Nachfrage, Zinsängste, ein erstarkender Dollar und gleichzeitig steigender Ölpreis, der zusätzlich Kapital aus dem Edelmetall zieht. Was auffällt: Diese Faktoren existieren nicht erst seit dieser Woche. Der plötzliche Ausverkauf deutet eher auf institutionelle Umschichtungen oder gezielte Margin-Calls hin – Bewegungen, die kleine Anleger schlicht mitreißen, ohne dass sie je gefragt werden.

Wer gedacht hat, Bitcoin würde in diesem Klima glänzen, wurde ebenfalls enttäuscht – wenn auch glimpflicher. Der Kurs pendelt aktuell zwischen 67.000 und 68.500 US-Dollar, also rund 58.000 bis 59.500 Euro, ein Minus von fünf bis sieben Prozent auf Wochensicht. Ethereum und die meisten Altcoins folgen dem Abwärtstrend, die Top-10-Kryptos verlieren im Schnitt drei bis vier Prozent. Kein Crash, aber auch keine Erholung – und vor allem: kein einziger positiver Treiber weit und breit.

Was diese Woche zeigt: Wenn institutionelle Risikoaversion die Märkte erfasst, gibt es keine sicheren Häfen mehr – Gold fällt härter, Krypto fällt mit. Zwei Asset-Klassen, die sich gerne als Alternativen zum klassischen Finanzsystem inszenieren, reagieren am Ende auf dieselben Hebel wie alle anderen auch.

Kommentare

3 Kommentare zu „Horror-Woche: Gold bricht ein, Bitcoin schwitzt!“

  1. Avatar von Dr.Faustus hat beschlossen und verkündet 👈
    Dr.Faustus hat beschlossen und verkündet 👈

    Natürlich… Ich stehe auf D Mark,ohne Ablass versteht sich… Steuern sind Raub… 🗡️🗡️🗡️🗡️🔨👹

  2. Avatar von Force Majeure
    Force Majeure

    Es ist als Nachkauf-Gelegenheit zu betrachten, denn an den absoluten physischen Gold-und Silbermengen hat sich nichts verändert.

    Es sind Papier-Edelmetalle die den Kurs heftig drücken, es fehlt an Liquidität, daher werden die Papier-Derivate verkauft.

    Und die Zentralbanken, J.P.Morgan…..müssen die Lager günstig auffüllen: institutionelle Umschichtungen.

    Erst Silberknappheit und 120Euro pro Silberunze und nun bald wieder für 50 Dollar, weil Silber doch nicht so rar ist?

    Hartgesottene Edelmetall-Fans zittern nicht, denn es ist kein Spekulationsobjekt, sondern sicherer bankenunabhängiger Hafen und eine Versicherung.

    Nur eine Meinung und keine Kaufempfehlung.

  3. Avatar von K. Lauer
    K. Lauer

    Gold und Silber über alles
    Über alles in der Welt
    Denn im Falle eines Falles
    Sind nur Gold und Silber……Geld!
    ……..seit tausenden von Jahren.

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