Während das FBI noch rätselt, wer hinter dem Verschwinden und Tod von elf US-Wissenschaftlern steckt — wie f-news.net bereits berichtete — liefert ein neues Dokumentarfilm-Projekt den nächsten unbequemen Mosaikstein: Ausgerechnet im Los Alamos National Laboratory, jenem streng abgeschirmten Atomforschungszentrum in New Mexico, wo zwei der vermissten Wissenschaftler zuletzt arbeiteten, soll jahrzehntelang im Verborgenen an der UFO-Frage geforscht worden sein. Das behauptet zumindest der Enthüllungsfilmer Jeremy Corbell — und er hat Dokumente.
Corbell gibt an, die Unterlagen vom Sohn des verstorbenen Cybersicherheitschefs des Los Alamos-Labors erhalten zu haben. Der Mann, dessen Identität aus Sicherheitsgründen nicht genannt wird, soll nach dem Tod seines Vaters beim Durchsuchen von dessen Nachlass auf eine Sammlung gestoßen sein, die ihn nach eigener Aussage sofort elektrisierte. Er beschreibt gegenüber Corbell, was er in den Akten fand: offizielle Labordokumente über interne Treffen zu „atmosphärischen Anomalien“ sowie Informationen über russische UFO-Sichtungen.
Was Corbell daraus macht, ist das Herzstück seines kommenden Dokumentarfilms Sleeping Dog, der Mitte Mai in die Kinos kommen soll. Laut Corbell enthalten die Dokumente wissenschaftliche Forschung zu UFO-Antriebssystemen sowie Protokolle hochrangiger Regierungstreffen, die in Los Alamos stattfanden — darunter Polaroids aus bekannten UFO-Fällen, interne Memos und Gesprächsprotokolle aus geheimen Sitzungen.
Eines der Dokumente soll die Tagesordnung eines ganztägigen Meetings vom 24. April 1991 zeigen. Daran nahmen Vertreter der CIA, der National Security Agency, der Marine und der Armee teil — das offizielle Thema: die Untersuchung sogenannter „atmosphärischer Anomalien“. Im Klartext: UFOs, damals noch unter diplomatisch unauffälligem Aktendeckel versteckt.
Corbell ist überzeugt, dass die Dokumente beweisen, dass die US-Regierung über Jahrzehnte gelogen hat: „Für Jahrzehnte sagte die Regierung: ‚Nichts zu sehen hier — weitergehen. Wir untersuchen keine UAP.‘ Wir wissen jetzt, dass das alles Unsinn war.“ Und er legt nach: Die Unterlagen könnten seiner Einschätzung nach vor Gericht standhalten.
Corbell erklärt zudem, er habe in den Dokumenten Namen von Wissenschaftlern entdeckt, die ihm aus früheren Recherchen bekannt waren — die ihm gegenüber jedoch nie erwähnt hatten, in UFO-Studien involviert gewesen zu sein. Wer diese Personen sind, sagt er nicht. Ob darunter Namen aus dem aktuellen FBI-Fall stecken, lässt er offen.
Der Kontext macht die Angelegenheit schwer ignorierbar: Melissa Casias und Anthony Chavez, zwei der vermissten Forscher aus dem FBI-Fall, arbeiteten beide im Los Alamos National Laboratory. Casias wurde zuletzt im Juni 2025 auf einem Highway in New Mexico gesehen — ihr Handy war auf Werkseinstellungen zurückgesetzt. Chavez gilt ebenfalls als vermisst.
Ob Corbells Dokumente authentisch sind, lässt sich derzeit von unabhängiger Seite nicht überprüfen. Die Behörden haben sich zu den Inhalten nicht geäußert. Corbell selbst räumt ein, dass die Unterlagen hartgesottene Skeptiker möglicherweise nicht überzeugen werden — aber für ihn sind sie Bestätigung, dass er auf der richtigen Spur ist.
Das Timing jedenfalls ist kaum zufällig: Ein FBI-Fall über tote und verschwundene Laborforscher, zwei davon aus Los Alamos — und just jetzt tauchen klassifizierte UFO-Akten aus demselben Labor auf, mitgebracht vom Sohn eines toten Geheimdienstmannes. Ob das ein Ablenkungsmanöver ist, ein echter Durchbruch oder schlicht ein geschickt platzierter Filmtrailer — das wird Sleeping Dog ab dem 12. Mai zeigen müssen.
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