Familienehre: Afghane sticht 15-jährige Tochter nieder und bekommt lebenslange Haft

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Symbolbild zu Messerangriff, Blaulicht und Gewalt im familiären Umfeld
Messerangriff und Blaulicht / Symbolbild

Wie die Kronen Zeitung berichtet, ist ein 51-jähriger Afghane in Wien wegen versuchten Mordes an seiner 15-jährigen Tochter zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Der Mann hatte das Mädchen im November 2025 in Wien-Donaustadt auf offener Straße mit mehr als zwölf Messerstichen attackiert. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Hintergrund der Tat war nach den ursprünglichen Aussagen des Opfers die sogenannte Familienehre. Die Jugendliche hatte eine Beziehung mit einem gleichaltrigen Rumänen. Für den Vater, der 2004 nach Österreich gekommen war, soll das inakzeptabel gewesen sein. Bei Polizei und Staatsanwaltschaft hatte die Tochter zunächst von Drohungen, Gewalt und Fremdbestimmung berichtet.

Vor Gericht kam es dann zu einer befremdlichen Wende. Die 15-Jährige nahm ihren Vater plötzlich in Schutz. Er sei eigentlich liebevoll, sie selbst sei zu rebellisch gewesen, sagte sie sinngemäß. Auf Nachfrage der Richterin erklärte sie, niemand habe ihr diese Aussage vorgegeben. Frühere Angaben zu Drohungen und Gewalt stellte sie nun als erfunden dar.

An den objektiven Fakten änderte das nichts. Der Mann hatte seine Tochter schwer am Brustkorb, Rücken und Hals verletzt. Sogar die Messerklinge brach ab. Nur schnelle Erste Hilfe durch einen Arzt aus einer nahegelegenen Ordination rettete dem Mädchen offenbar das Leben.

Der Angeklagte sprach im Prozess von einem „Fehler“. Er habe seine Tochter eigentlich nur beruhigen wollen, dann habe er die Geduld verloren. Die Richterin reagierte entsprechend scharf auf diese Verharmlosung. Aus einer angeblich geplanten Ohrfeige wurden mehr als ein Dutzend Messerstiche.

Die Geschworenen sahen den versuchten Mord als erwiesen an und verhängten die Höchststrafe.

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