Die Stromeinspeisung in Nordrhein-Westfalen ist 2025 erneut gesunken – zum dritten Mal in Folge. Laut aktuellen Daten von IT.NRW wurden nur noch 87.475 Gigawattstunden ins Netz eingespeist, ein Rückgang von 0,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Seit 2018 ist die Einspeisung damit um satte 36,6 Prozent eingebrochen.
Christian Loose, energie- und wirtschaftspolitischer Sprecher der AfD-Landtagsfraktion NRW, spart nicht mit Kritik: „Die Zahlen von IT.NRW sind ein vernichtendes Urteil gegen die schwarz-grüne Energiepolitik in NRW und die Bundesregierung aus CDU und SPD unter Kanzler Merz.“ Während NRW-Ministerpräsident Wüst gemeinsam mit seinen grünen Koalitionspartnern den Kohleausstieg vorantreibt, suche die Industrie im Bundesland verzweifelt nach bezahlbarem Strom – und findet davon immer weniger.
Besonders drastisch fällt der historische Vergleich aus: Im Jahr 2025 speisten sämtliche noch verbliebenen Energieträger zusammen weniger Strom ein, als 2018 allein durch Kohle erzeugt wurde. Der steigende prozentuale Anteil von Wind- und Solarenergie, mit dem Klima– und Energiewendebefürworter gerne hausieren gehen, entpuppt sich dabei als statistisches Artefakt: Der Anteil wächst vor allem deshalb, weil der Nenner – die Gesamteinspeisung – dramatisch schrumpft. In absoluten Zahlen steigt die Einspeisung aus wetterabhängigen Quellen nur schleppend und schließt die durch den Kohleausstieg gerissene Lücke bei Weitem nicht.
Die AfD-Fraktion fordert eine energiepolitische Kehrtwende: Kraftwerke hochfahren und neu bauen, statt Tagebaue zu fluten. Versorgungssicherheit und bezahlbarer Strom für Bürger und Industrie statt grüner Ideologie – so die Forderung von Loose. Ob CDU und SPD in Berlin oder Schwarz-Grün in Düsseldorf darauf hören werden, darf bezweifelt werden. Die Lichter jedenfalls werden nicht heller.






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