Wie der Deutsche Bundestag meldet, verlangt die AfD-Fraktion eine Sonderkommission zur Auswertung der sogenannten Epstein-Akten mit möglichem Deutschland-Bezug. Hintergrund sind vom US-Justizministerium veröffentlichte Ermittlungsunterlagen zum Netzwerk des Sexualstraftäters Jeffrey Epstein – ein gigantischer Datensatz mit mehr als drei Millionen Seiten Dokumenten, über 2.000 Videos und rund 180.000 Bildern.
Die AfD will, dass eine spezielle Untersuchungseinheit diese Daten systematisch nach deutschen Verbindungen durchforstet. Dabei geht es nicht nur um mögliche Täter oder Mitwisser. Auch die Frage steht im Raum, ob Opfer sexueller Ausbeutung über das Epstein-Netzwerk aus Deutschland rekrutiert wurden.
Noch brisanter ist der politische Teil des Vorstoßes. Die Sonderkommission soll prüfen, ob über das Epstein-Netzwerk Einfluss auf deutsche Regierungsmitglieder oder auf wirtschaftliche Entwicklungen ausgeübt wurde. In dem Antrag wird ausdrücklich auch der ehemalige DAX-Skandal um Wirecard genannt. Die Abgeordneten wollen wissen, ob es mögliche Verbindungen oder Einflussnahmen gab.
Besonders heikel: Sollten deutsche Staatsbürger in einflussreichen Positionen – etwa aus Politik oder Wirtschaft – in den Akten auftauchen, könnte laut AfD ein erhebliches Erpressungspotenzial bestehen. Das wiederum würde nicht nur einzelne Karrieren betreffen, sondern im schlimmsten Fall nationale Sicherheitsinteressen der Bundesrepublik.
Wie man es von den Altparteien jedoch gewohnt ist, bekommen AfD-Anträge keine Mehrheit, im Fall Epstein dürften dafür noch gewichtigere Gründe vorliegen, nicht nur bei den Grünen…




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