Innenminister Alexander Dobrindt will laut Spiegel die Krisenvorbereitung an Schulen zur Pflicht machen. Schüler sollen künftig lernen, wie sie sich bei Blackouts, Naturkatastrophen oder Angriffen verhalten – mit bundesweiten Notfallplänen und Übungen. Dobrindt spricht von „Resilienzförderung“, Kritiker sehen dagegen eine schleichende Militarisierung des Unterrichts.

In Baden-Württemberg reagiert die AfD mit deutlicher Ablehnung. Hans-Peter Hörner, stellvertretender bildungspolitischer Sprecher der Landtagsfraktion, betont in einer Pressemitteilung vom 28. Oktober:
„Eine politische Instrumentalisierung des Unterrichts, gar Panikmache oder Kriegstreiberei ist mit der AfD nicht zu machen.“ Schüler müssten laut Hörner auf reale Gefahren vorbereitet werden – etwa bei Stromausfällen oder Bränden – aber ohne Angstbilder und ideologische Färbung. „Krisenkompetenz braucht Praxis, altersgerechte Inhalte und gut ausgebildetes Personal – ohne Militarisierung des Unterrichts, wie ihn die DDR schon mal hatte“, so der AfD-Politiker weiter.

Während Dobrindt von „Resilienztrainings“ schwärmt, warnt die AfD vor Symbolpolitik und fordert stattdessen sachliche, ideologiefreie Bildung – nicht das nächste staatlich verordnete Krisenritual.

Entdecke mehr von F-NEWS

Jetzt abonnieren, um weiterzulesen und auf das gesamte Archiv zuzugreifen.

Weiterlesen