In der Nacht auf Mittwoch wurde Berlin gleich zweimal zum Tatort. In Moabit und Neukölln griffen Unbekannte mit Messern zu – zwei Männer landeten verletzt im Krankenhaus, die Hintergründe sind in beiden Fällen noch weitgehend unklar, wie es in den Polizeiberichten heißt.
Der erste Vorfall ereignete sich gegen 3:20 Uhr auf der Elsenstraße/Harzer Straße in Neukölln: Ein Mann Anfang 30 wurde mit mehreren Stichverletzungen im Oberkörper auf offener Straße aufgefunden. Wie ein Polizeisprecher erklärte, sei der Tathergang „rätselhaft“ – Lebensgefahr besteht nach aktuellem Stand nicht. Die Kreuzung war rund eine Stunde gesperrt, während die Ermittler die Lage sonderten.
Keine Stunde später, gegen 4 Uhr morgens, folgte der nächste Einsatz: In einem Lokal in der Straße Alt-Moabit war erneut ein Messer im Spiel. Ein Verletzter, auch hier sind die genauen Umstände noch Gegenstand der Ermittlungen.
Berlin und das Messer-Problem
Die zwei Vorfälle einer einzigen Nacht stehen nicht im Vakuum. Allein in den Monaten Februar, März und April des letzten Jahres zählte die Berliner Polizei bereits 746 Messerangriffe – knapp 250 pro Monat. Die Hauptstadt hat sich beim Thema Messergewalt zur traurigen Dauermeldung entwickelt.
Was Kriminologen seit Jahren immer wieder behaupten: Die Täter lassen sich angbelich keiner eindeutigen Gruppe zuordnen, was Prävention erschwere. Auffällig sei lediglich, dass in den meisten Fällen Männer beteiligt sind – als Täter und als Opfer. Man kennt diesen Blabla. Die Messer werden weiter gezückt, die Meldungen bleiben dieselben, nur die Straßennamen wechseln, während die Vornamen der Tatverdächtigen ungenannt bleiben.
Die Polizei ermittelt in beiden Fällen.






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