In einer explosiven Anhörung im US-Kongress zu den Epstein-Akten hat der demokratische Abgeordnete Ted Lieu US-Justizministerin Pam Bondi offen vorgeworfen, unter Eid gelogen zu haben.
Wie im Video der Anhörung zu sehen, konfrontierte Lieu Bondi zunächst mit Fotos von Prince Andrew im Umfeld von Jeffrey Epstein. Er argumentierte, dass nach dem „Federal Victims Trafficking Protection Act“ nicht nur Epstein selbst, sondern auch Kunden seines Netzwerks strafrechtlich relevant seien. Bondis Ministerium hatte jedoch im Juli 2025 erklärt, man habe „keine Beweise“ gefunden, die Ermittlungen gegen nicht angeklagte Dritte rechtfertigen würden.
Lieu widersprach scharf. Die Fotos seien sehr wohl ausreichend, um zumindest Ermittlungen gegen Prince Andrew einzuleiten. Doch damit nicht genug: Anschließend weitete er seine Attacke auf Donald Trump aus. Trump sei „all over the Epstein files“, so Lieu, und habe ebenfalls an Veranstaltungen mit Epstein teilgenommen. Auf die direkte Frage, ob es bei diesen Treffen Minderjährige gegeben habe, antwortete Bondi, es gebe „keine Beweise“, dass Trump ein Verbrechen begangen habe.
Genau hier setzte Lieu nach – und eskalierte die Situation. Er erklärte, Bondi habe gerade „unter Eid gelogen“. Er verwies auf eine Zeugenaussage eines Mannes, der sich an das FBI gewandt habe. Dieser habe berichtet, Trump in einer Limousine gefahren und belastende Gespräche mit Epstein mitgehört zu haben. Zudem habe eine Frau ihm erzählt, sie sei von Trump und Epstein vergewaltigt worden. Laut Lieu sei dieser Zeuge nie vom Justizministerium befragt worden.
Bondi wies die Vorwürfe empört zurück: „Don’t you ever accuse me of a crime“, entgegnete sie. Doch Lieu blieb dabei: Es gebe umfangreiche Hinweise in den Epstein-Akten, die weitere Ermittlungen rechtfertigten. Statt Aufklärung betreibe das Justizministerium jedoch Schutzpolitik.
Die Anhörung endete im Tumult. Lieu warf Bondi vor, über 1.000 Opfer von Menschenhandel im Stich zu lassen und keinen einzigen mutmaßlichen Täter zur Rechenschaft gezogen zu haben. Seine Schlussfolgerung: Wenn Bondi Anstand habe, solle sie zurücktreten.
Hier die letzte Passage originalgetreu übersetzt, beginnend ab der Stelle, an der Lieu von der Zeugenaussage spricht:
„Ich werde jetzt ein weiteres Dokument vorlegen von einem Zeugen, der das National Threat Operations Center des FBI angerufen hat, weil ich glaube, dass Sie gerade unter Eid gelogen haben. Es gibt umfangreiche Beweise in den Epstein-Akten.
Ich glaube, Sie haben gerade unter Eid gelogen, und das ist alles auf Video festgehalten. Sie sagten, es gebe keine Beweise für ein Verbrechen. Ich zeige Ihnen hier eine Zeugenaussage eines Mannes, der das Bedrohungszentrum des FBI angerufen hat. Er fuhr Donald Trump in einer Limousine. Er hörte mit, was Donald Trump zu Jeffrey am Telefon sagte. Er war so wütend, dass er die Limousine anhalten und Donald Trump etwas antun wollte, und er traf ein Mädchen, das sagte, sie sei von Donald Trump und Jeffrey Epstein vergewaltigt worden.
Später wurde ihr der Kopf weggeschossen, und die Beamten am Tatort sagten, das könne kein Selbstmord gewesen sein.
Niemand, niemand im Justizministerium hat diesen Zeugen befragt. Sie müssen diesen Zeugen unverzüglich befragen.“
Danach wird es lauter, bis die Redezeit von Lieu abgelaufen ist.
„Epstein sollte in der Hölle verrotten. Und ebenso die Männer, die dieses Netzwerk in Anspruch genommen haben.
Und wie wir heute hier sagen: Es gibt über 1.000 Opfer von Sexhandel. Und Sie haben nicht einen einzigen Mann zur Rechenschaft gezogen.
Schämen Sie sich. Wenn Sie auch nur einen Funken Anstand hätten, würden Sie unmittelbar nach Abschluss dieser Anhörung zurücktreten.“
„Die Zeit des Herrn ist abgelaufen.“
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