Zulassungszahlen: E-Autos boomen, doch der Verbrenner ist noch lange nicht tot

Neuwagen zwischen Ladesaeulen und Verbrennern - Symbolbild
Symbolbild

Die aktuellen Zulassungszahlen zeigen ein Bild, das der politische Jubel über die Elektrowende nur halb erzählt. Ja, die E-Autos legen kräftig zu. Nein, der Verbrenner ist deshalb nicht verschwunden. Der deutsche Automarkt läuft im Juni wieder deutlich besser, aber er läuft nicht aus eigener Kraft in eine saubere Elektro-Utopie. Er läuft unter massivem politischen Druck, mit Förderung, Flottenvorgaben und einem Markt, der künstlich in eine Richtung geschoben wird.

Nach den Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes, über die WELT/dpa berichtet, wurden im ersten Halbjahr rund 1,48 Millionen Pkw neu zugelassen. Das sind 5,8 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Im Juni allein kamen nach aktuellen Fachpressen-Angaben 296.378 neue Pkw auf die Straße, ein Plus von 15,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Der stärkste Ausschlag kommt bei den reinen Elektroautos. Mehr als 368.000 BEV wurden in den ersten sechs Monaten neu zugelassen, 48 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2025. Allein im Juni erreichten reine Stromer einen Anteil von 28,4 Prozent. Das klingt nach Durchbruch. Es ist aber auch ein Rebound von einem schwachen Vorjahresniveau und hängt nach Einschätzung von EY-Verkehrsexperte Constantin Gall stark an der Elektroprämie des Bundes.

Wer liegt also vorne: Verbrenner oder E-Auto? Gegen das einzelne Dieselauto oder den einzelnen Benziner hat das reine E-Auto inzwischen erheblich aufgeholt. Gegen den gesamten klassischen Verbrennerblock aus Benzinern und Dieseln ist das Bild weniger triumphal. Der BEV-Anteil von 28,4 Prozent im Juni ist stark, aber er bedeutet eben auch: Mehr als sieben von zehn Neuzulassungen sind keine reinen Elektroautos. Viele davon sind Hybride, also politisch gerne als elektrifiziert verkauft, technisch aber weiter mit Verbrennungsmotor unterwegs.

Der Verbrenner verliert Marktanteile, aber er ist nicht erledigt. Er steckt nur zunehmend in einer Statistikfalle. Benziner und Diesel werden kleingerechnet, Hybride als Übergangstechnologie schöngerechnet, reine Elektroautos politisch hochgefördert. Am Ende entsteht der Eindruck einer rasenden Marktwende, obwohl ein großer Teil der Kunden weiterhin Fahrzeuge will, die Reichweite, Tankdauer und Alltagssicherheit ohne Ladeplanung bieten.

Bei den Marken zeigt sich ein zweites Bild. Volkswagen bleibt in Deutschland die Volumenmacht. Die deutschen Hersteller stehen weiter stark im Markt, aber nicht mehr unangefochten. Der eigentliche Paukenschlag kommt von den Elektromarken. Tesla setzte im ersten Halbjahr knapp 29.000 Fahrzeuge in Deutschland ab, ein Plus von 224,6 Prozent. BYD kam auf mehr als 26.000 Neuwagen und legte sogar um rund 315 Prozent zu.

Diese Prozentzahlen sehen spektakulär aus, weil sie von niedriger Basis kommen. Trotzdem sind sie politisch und industriell gefährlich. Während deutsche Hersteller jahrelang auf regulatorische Ziele, Förderprogramme und Brüsseler Vorgaben reagierten, kommen Tesla und BYD mit einer klaren Elektroposition in einen Markt, der durch die Politik passend gemacht wurde. China und die USA profitieren von einem Umbau, den deutsche Politiker der eigenen Industrie als alternativlos verkauft haben.

Für die deutschen Autobauer ist die Lage deshalb zwiespältig. VW, BMW, Mercedes und Audi sind weiter stark, aber sie müssen auf zwei Hochzeiten tanzen. Im klassischen Geschäft verdienen sie Geld, im Elektrogeschäft sollen sie die Zukunft beweisen. Gleichzeitig drücken chinesische Anbieter mit niedrigeren Kosten, Tesla mit Markenmacht und die Politik mit immer neuen Vorgaben. Das ist kein freier Markt mehr, sondern ein industriepolitisches Experiment mit deutschen Arbeitsplätzen als Einsatz.

Die Zulassungszahlen zeigen keinen natürlichen Abschied vom Verbrenner. Sie zeigen einen Markt, der gespalten ist. Die Kunden kaufen weiter Verbrenner und Hybride, während der Staat das reine Elektroauto in die Höhe schiebt. Solange Reichweite, Ladeinfrastruktur, Preise und Restwerte nicht überzeugen, bleibt der E-Boom anfällig. Fällt die Förderung weg, fällt auch ein Teil der schönen Kurve.

Die nüchterne Antwort lautet, das E-Auto gewinnt gerade politisch an Tempo, der Verbrenner aber bleibt im Alltag der Deutschen ein Machtfaktor. Wer daraus schon das Ende des Verbrenners liest, verwechselt Zulassungsstatistik mit Wirklichkeit.

Ein Kommentar zu „Zulassungszahlen: E-Autos boomen, doch der Verbrenner ist noch lange nicht tot“

  1. Avatar von Dr.Faustus hat beschlossen und verkündet 👈
    Dr.Faustus hat beschlossen und verkündet 👈

    Leck mich am Arsch,gieriges Pack von Berlin 🗡️👈🗡️🗡️🗡️🗡️🗡️🗡️🔨👹 Hier Steckt euch Euere hässlichen Karren sonst wohin …. Haaaaaach… Töff, Töff und Tuck,Tuck,Tuckich… CO2 Steuern,alles Steuerhinterziehung… Killer 👈

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