Ein Pariser Strafgericht hat den Schweizer Islamwissenschaftler und Prediger Tariq Ramadan wegen mehrfacher Vergewaltigung zu 18 Jahren Haft verurteilt – wie die Junge Freiheit berichtet. Das Urteil erging in Abwesenheit des Angeklagten und unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass Ramadan zwischen 2009 und 2016 drei Frauen in Pariser Hotels vergewaltigt hatte.

Jahrelang war Ramadan das Aushängeschild eines angeblich reformoffenen, europäischen Islam: Professor in Oxford, Dauergast in Talkshows, gefeiert von einer politischen Klasse, die dringend ein vorzeigbares Gesicht brauchte. Kritiker warnten seit Langem vor seiner Doppelstrategie – nach außen der gemäßigte Brückenbauer, intern ideologisch eng an die Muslimbruderschaft angelehnt. Ramadan ist Enkel von Hassan al-Banna, dem Gründer der Organisation. Diese Nähe wurde von westlichen Medien und Institutionen jahrzehntelang entweder übersehen oder bewusst ignoriert.

Das Gericht folgte den Aussagen der drei Klägerinnen, die systematische sexualisierte Gewalt schilderten. Zusätzlich zur Haftstrafe wurde ein dauerhaftes Einreiseverbot verhängt, jeglicher Kontakt zu den Opfern untersagt. Bereits zuvor hatte ein Schweizer Berufungsgericht Ramadan schuldig gesprochen – wegen Vergewaltigung einer muslimischen Konvertitin sowie weiterer Übergriffe – und eine dreijährige Strafe verhängt, zwei Jahre davon auf Bewährung. Den ersten Freispruch in erster Instanz hatte das Gericht zuvor aufgehoben.

Den Auftakt zur Strafverfolgung machte die französische Aktivistin Henda Ayari, die Ramadan 2017 beschuldigte, sie fünf Jahre zuvor in einem Pariser Hotel vergewaltigt zu haben. Ihre Anzeige löste eine Welle weiterer Vorwürfe aus.

Beim aktuellen Pariser Prozess glänzte Ramadan durch Abwesenheit. Seine Anwälte schoben einen Krankenhausaufenthalt in Genf vor – er leide an Multipler Sklerose. Zwei vom Gericht bestellte Gutachter kamen jedoch zu einem anderen Schluss: Keine Hinweise auf einen akuten Schub, Ramadan wäre verhandlungsfähig gewesen. Das Urteil erging trotzdem – in seiner Abwesenheit.

Kommentare

Ein Kommentar zu „Vergewaltigung: Europas Muster-Migrant und „Islamforscher“ zu 18 Jahren Haft verurteilt“

  1. Avatar von Rainer Husel
    Rainer Husel

    Wann kehren in Europa wieder normale Verhältnisse ein?

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