Wie der Verfassungsschutz selbst mitteilt, wächst die Gefahr, dass Drohnen für Spionage- und Sabotagezwecke eingesetzt werden. In einem neuen Informationsblatt „Schutz vor Ausspähung durch Drohnen“ werden Unternehmen, Behörden und Betreiber kritischer Infrastruktur aufgefordert, sich auf entsprechende Bedrohungen vorzubereiten.
Der Tenor ist deutlich: Ausländische Nachrichtendienste könnten Drohnen nutzen, um Personen, militärische Einrichtungen, Industrieanlagen, Sicherheitsbehörden oder kritische Infrastruktur auszuspähen. Auch Sabotagevorbereitungen seien denkbar. Der Verfassungsschutz verweist dabei auf die rasante technische Entwicklung moderner Drohnen, die immer kleiner, leistungsfähiger und unauffälliger werden.
Besonders interessant ist die Liste der gefährdeten Ziele. Genannt werden militärische Objekte, Logistikrouten, Industrieanlagen, Behörden sowie Energie-, Wasser- und Kommunikationsnetze.
Die Behörde empfiehlt bei Drohnensichtungen unter anderem, Bildschirme zu sperren, Fenster zu schließen, Dokumente abzudecken und sogar WLAN oder Bluetooth zu deaktivieren. Außerdem sollen Mitarbeiter Fotos von Drohnen, Piloten und Fahrzeugen anfertigen und Beobachtungen dokumentieren.
Bemerkenswert ist allerdings, was im Informationsblatt nicht steht. Seit Monaten sorgen Drohnensichtungen über Bundeswehrstandorten, Häfen, Industrieanlagen und Infrastruktur für Schlagzeilen. Oft bleibt unklar, wer hinter den Flügen steckt und warum viele Vorfälle offenbar nicht aufgeklärt werden. Statt konkrete Erkenntnisse zu präsentieren, beschränkt sich der Verfassungsschutz weitgehend auf allgemeine Warnungen und Verhaltenshinweise.
Und weitere Fragen bleiben ungeklärt. Setzen deutsche Geheimdienst auch Drohnen ein? Gegen die eigenen Bürger? Wem könnte man das melden?







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