David Wilcock, einer der bekanntesten Vertreter der UFO-Disclosure-Bewegung, ist tot. Am 20. April 2026 reagierte das Büro des Sheriffs von Boulder County auf einen Notruf, der gegen 10:44 Uhr aus dem Bereich des Ridge Road-Blocks nordöstlich der Ortschaft Nederland, Colorado, einging. Der Anrufer meldete einen Mann in einer psychischen Ausnahmesituation. Als die Beamten eintrafen, richtete der Mann eine mitgeführte Schusswaffe gegen sich selbst und starb noch vor Ort. Laut Primetimer waren zum Zeitpunkt des Vorfalls keine weiteren Personen anwesend.
Schnell verbreitete sich die Nachricht mit hoher Geschwindigkeit durch die einschlägigen Communities – und mit ihr eine Reihe von Fragen, die zum Lebensthema des 53-Jährigen gepasst hätten wie die Faust aufs Auge.
Wilcock war kein gewöhnlicher Internetphänomenologe. Er hatte Psychologie an der State University of New York studiert, als Krisenberater an einer Notfallhotline gearbeitet und in der psychiatrischen Versorgung Erfahrung gesammelt – bevor er in den 1990ern behauptete, die Reinkarnation des Hellsehers Edgar Cayce zu sein, und damit eine Karriere als Autor, Dokumentarfilmer und YouTube-Prediger der Alternativwelt begann. Seine Kernbotschaft: Die Mächtigen verheimlichen die Wahrheit über außerirdisches Leben, und wer zu nah dran kommt, hat ein Problem.
Dass Wilcock Suizid grundsätzlich ablehnte und sich als „nicht selbstmordgefährdet“ einstufte, ist dokumentiert – was die Gerüchteküche seiner Anhänger zusätzlich anheizt. In seinem Podcast zwei Tage vor seinem Tod hatte er sich ausdrücklich dankbar gezeigt haben, noch am Leben zu sein – und dabei erwähnt, wie viele Forscher seines Schlags getötet oder in den Selbstmord getrieben würden. Das klingt wie ein Drehbuch, das er selbst geschrieben hat.
Noch am 19. April hatte Wilcock auf X gepostet, er wisse nicht, ob er am nächsten Tag eine Show machen werde. Er habe ein intensives Wochenende hinter sich und wolle seiner „Familie“ wissen lassen, wie sehr er sie liebe und schätze. Es war einer seiner letzten öffentlichen Auftritte.
Im Netz kursieren bereits Theorien, wonach Wilcock nicht freiwillig aus dem Leben geschieden sei, sondern von staatlichen Stellen beseitigt worden sei. Belastbare Beweise für diese Behauptungen existieren nicht. Die Boulder County Behörden ermitteln weiter gemeinsam mit dem Leichenbeschauer.
Was bleibt, ist das Bild eines Mannes, der sein Leben dem Aufdecken angeblicher Verschwörungen widmete – und dessen Tod nun selbst zur Projektionsfläche eben jener Verschwörungserzählungen geworden ist, die er einst kultiviert hat.
Hinweis: Wenn Sie sich in einer Krise befinden oder Gedanken an Selbstverletzung haben, wenden Sie sich an die Telefonseelsorge: 0800 111 0 111 (kostenlos, 24h)
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