In einem neuen Video des EIKE-Instituts wird ein Klimafaktor beleuchtet, den Politik und Medien ungern erwähnen: den städtischen Wärmeinsel-Effekt (Urban Heat Island, UHI). Gemeint ist der Temperaturunterschied zwischen Stadt und Umland – oft mehr als ein halbes Grad, manchmal sogar über 10 Grad. Und dieser Effekt steigt seit Jahrzehnten mit jeder neuen Straße, jedem Hochhaus und jeder Klimaanlage.
Berlin liefert ein eindrückliches Beispiel: Während es im Umland nur 0 bis 5 Tropennächte pro Jahr gibt, misst der Alexanderplatz inzwischen durchschnittlich 10 – 2024 sogar 20 Tropennächte. Und das, obwohl CO₂ dort nicht stärker wirkt als wenige Kilometer weiter draußen.
Warum? Städte speichern Wärme wie ein Backofen: Beton, Asphalt, Abgase, fehlende Verdunstung und die sogenannte „urbane Grenzschicht“ verhindern das nächtliche Abkühlen. Die Folge: höhere Messwerte – genau an den Stationen, die in die globale Temperaturstatistik einfließen.
Die entscheidende Frage lautet daher: Wie viel der gemessenen „Erderwärmung“ ist Klimawandel – und wie viel davon ist einfach menschengemachte Bebauung? Die Antworten gehen weit auseinander. Während Klimaskeptiker massive Messverfälschungen sehen, verweisen andere auf steigende Werte auch an ländlichen Stationen. Eine Studie von 2011 schätzt den Anteil der Wärmeinseln immerhin auf 24 Prozent.
Brisant wird es bei einer Untersuchung von McKitrick und Michaels (2007): Demnach wurden UHI-Effekte weltweit klar unterschätzt – und die offiziellen Temperaturanstiege zwischen 1980 und 2002 seien doppelt so hoch ausgewiesenworden, wie die bereinigten Daten tatsächlich hergeben würden.
Das IPCC hingegen bezeichnet den Einfluss des Wärmeinsel-Effekts als „vernachlässigbar“ – ohne überzeugende Begründung. Gleichzeitig wurden über die letzten 140 Jahre fast alle Messstationen verlegt oder aufgegeben. Nur 12 von ursprünglich 153 deutschen Stationen stehen noch am gleichen Ort wie 1881. Wie vergleichbar solche Reihen noch sind, darf man fragen.
Dazu kommt: Auch das Umland ist längst kein „Naturzustand“ mehr. Abholzung, Aufforstung, Feuchtgebietsverlust, Landwirtschaft – all das verändert ebenfalls das Mikroklima. Viel zu viele Variablen, um saubere, unangreifbare Temperaturkurven zu zeichnen.
Ein NASA-Bericht weist sogar darauf hin, dass Klimamodelle angesichts minimaler Temperaturänderungen hundertfach genauer sein müssten, um verlässliche Aussagen zu liefern. Sind sie aber nicht.



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