Die US-Kongressabgeordnete Lauren Boebert (Republikanerin aus Colorado) sorgt erneut für Aufsehen. In einem aktuellen Interview sprach sie über deklassifizierte UFO- beziehungsweise UAP-Dokumente und brachte dabei Themen zur Sprache, die selbst für die ohnehin kontroverse UFO-Debatte außergewöhnlich sind: Portale, nicht-menschliche Wesen und mögliche Verbindungen zwischen diesen Wesen und Menschen.
In dem von dem X-Account @InterstellarUAP verbreiteten Video erklärt Boebert:
„Selbst in einigen der Dokumente, die ich derzeit sehe, geht es sehr häufig um Portale.“
Anschließend wirft sie eine noch weitreichendere Frage auf:
„Gibt es eine Fortpflanzung zwischen diesen biologischen Wesen und Menschen? Diese Frage müssen wir stellen.“
Boebert betont zudem, dass der Kongress verpflichtet sei, Aussagen von Zeugen ernst zu nehmen:
„Wenn Menschen mit solchen Informationen zum Kongress kommen, müssen wir dem nachgehen.“
Das Video stammt aus einem Gespräch mit Shemane Nugent in der Sendung „Faith & Freedom“ auf dem Sender Real America’s Voice und wurde Ende Mai 2026 veröffentlicht. Boebert macht deutlich, dass auch ungewöhnliche oder kontroverse Aussagen untersucht werden sollten, sofern sie von glaubwürdigen Zeugen vorgetragen werden.
Bereits Anfang Mai hatte die Kongressabgeordnete nach der Freigabe weiterer UFO-Akten durch die Trump-Regierung erklärt, dass viele der berichteten Phänomene ihrer Ansicht nach eher spiritueller oder sogar dämonischer Natur sein könnten. Sie brachte dabei gefallene Engel und die sogenannten Nephilim aus dem Alten Testament ins Spiel und äußerte die Vermutung, dass manche UAP-Erscheinungen mit solchen Kräften in Verbindung stehen könnten.
Diese Aussagen spiegeln eine Entwicklung wider, die sich zunehmend auch im US-Kongress zeigt. Die Debatte beschränkt sich längst nicht mehr nur auf die Frage nach außerirdischem Leben. Stattdessen werden immer häufiger auch interdimensionale, biologische und religiöse Deutungsansätze diskutiert.
Die Reaktionen fallen entsprechend unterschiedlich aus. Befürworter der sogenannten Disclosure-Bewegung sehen in Boeberts Offenheit einen wichtigen Schritt und begrüßen, dass inzwischen auch bislang tabuisierte Fragen öffentlich gestellt werden. Kritiker hingegen werfen ihr vor, spekulative Theorien zu fördern und die Grenze zwischen Untersuchung und Spekulation zu verwischen.
Fest steht: Die Diskussion über UAPs entwickelt sich immer weiter. Was einst als Randthema galt, wird heute offen im US-Kongress debattiert. Ob es dabei um außerirdische Besucher, unbekannte Naturphänomene, interdimensionale Erscheinungen oder etwas völlig anderes geht, bleibt weiterhin ungeklärt.
Mit ihren jüngsten Aussagen hat Lauren Boebert jedenfalls erneut dafür gesorgt, dass die UAP-Debatte um einige ungewöhnliche Fragen reicher geworden ist.






