Würzburg – Wieder ein Gewaltvorfall an einem deutschen Bahnhof, wieder ein polizeibekannter Täter, wieder ein Asylbewerber. Am frühen Freitagabend gegen 18:15 Uhr versetzte ein 41-jähriger Syrer Reisende im Würzburger Hauptbahnhof in Angst und Schrecken.
Mehrere Passanten meldeten der Bundespolizei einen Mann mit Waffe im Bahnhofsgebäude. Die Beamten reagierten sofort, fahndeten nach dem Verdächtigen und nahmen ihn wenig später in einem Gastronomiebetrieb im Bahnhof widerstandslos fest. Bei dem Mann fanden sie eine täuschend echt aussehende Anscheinswaffe im Stil eines Revolvers.
Die anschließende Auswertung der Überwachungsvideos brachte Erschreckendes zutage: Der Syrer hatte in mindestens zwei gastronomischen Betrieben unter Vorhalt der Waffe Geld und Lebensmittel gefordert. Darüber hinaus bedrohte er mehrere Reisende – wie viele genau, ist noch unklar. Die Videoanalyse dauert an.
Der Mann ist der Polizei bereits einschlägig bekannt. Gegen ihn wurde ein Ermittlungsverfahren wegen versuchten Raubes, Bedrohung sowie eines Verstoßes gegen das Waffengesetz eingeleitet. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Würzburg wurde eine Blutentnahme durchgeführt. Am Samstag führte man den Tatverdächtigen dem Amtsgericht Würzburg vor – der Richter ordnete Untersuchungshaft an.
Die Bundespolizei bittet nun mögliche Geschädigte und Zeugen, sich zu melden. Wer sich am 2. Januar 2026 zwischen 17:45 Uhr und 18:30 Uhr im Bereich des Würzburger Hauptbahnhofs aufgehalten hat und Angaben machen kann oder selbst bedroht wurde, soll sich unter 0931/32259-1111 melden.
Ein weiterer Vorfall, der zeigt: Bahnhöfe sind längst keine sicheren Orte mehr – und die Politik schaut weiter weg.


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