Die Nachricht schockt alle, die noch an deutsche Wertarbeit geglaubt haben: Wie die Horst Brandstätter Group selbst bestätigt und Medien wie ZDF heute sowie Schwäbische.de berichten, ruht die Produktion im letzten deutschen Werk in Dietenhofen (Mittelfranken) bereits eine Woche vor der offiziellen Schließung Ende Juni 2026. Die verbliebenen Beschäftigten sind gegen Bezahlung freigestellt – ein bitterer Abgang für ein Unternehmen, das einst Symbol für fränkische Tüftler und stabile Jobs war.
Während die Horst Brandstätter Group von gestiegenen Produktionskosten in Deutschland faselt und die Figuren künftig in Tschechien oder Malta billiger zusammenschrauben lässt, zeigt sich einmal mehr das traurige Muster der Deindustrialisierung: Statt in Innovation und heimische Standorte zu investieren, wird der Klassiker der Kindheit globalisiert und verramscht. Hunderte Arbeitsplätze gehen verloren, während Konzernstrategen von „Wettbewerbsfähigkeit“ schwafeln – ein Hohn für die Region und ein weiterer Nagel zum Sarg der deutschen Mittelstandsindustrie, die einst Weltklasse war. Playmobil-Figuren ohne „Made in Germany“? Das ist nicht nur das Ende einer Ära, sondern ein Warnsignal, wie Politik und Unternehmen unser Land systematisch aushöhlen. Werden bald die nächsten Ikonen folgen? Die Kleinen spielen dann mit Import-Plastik aus Billiglohn-Ländern – die Großen zahlen die Rechnung.







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