OpenAI hat seinen KI-Videogenerator Sora abrupt eingestellt. „Wir verabschieden uns von Sora“, teilte das Entwicklerteam mit – man wisse, dass die Nachricht enttäuschend sei, und wolle bald Details zum Zeitplan nennen sowie erläutern, wie Nutzer ihre erstellten Inhalte sichern können, wie das Wall Street Journal  berichtet. Demnach kündigte OpenAI-Chef Sam Altman der Belegschaft an, sämtliche Produkte abzuwickeln, die auf den Videomodellen des Unternehmens basieren – betroffen sind die Consumer-App, die Entwicklerversion und die Videofunktion innerhalb von ChatGPT. Auch die Zusammenarbeit mit Walt Disney ist damit Geschichte.

Hinter dem Rückzug steckt offenbar Kalkül: OpenAI positioniert sich vor einem möglichen Börsengang im Jahresverlauf zunehmend als Unternehmensdienstleister und fährt Konsumprodukte zurück. Sora war 2024 mit viel Tamtam vorgestellt worden – die Software konnte aus Texteingaben Videos in Spielfilmqualität erzeugen und löste einen Wettlauf unter KI-Anbietern aus.

Im September 2025 kam Sora als eigenständige App auf den Markt, die es Nutzern erlaubte, KI-Videos zu erstellen und zu teilen – auch solche, die auf urheberrechtlich geschütztem Material basierten. Dass genau das kein juristisches Nachspiel hatte, war schon damals erstaunlich. Jetzt ist der Stecker gezogen, das Experiment beendet – und die Frage bleibt, wer als nächstes die Lücke füllt.

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