Kurz vor Ablauf von Trumps Ultimatum haben Washington und Teheran eine zweiwöchige Feuerpause vereinbart – und die Märkte reagieren sofort. Knapp vor dem Ende eines US-Ultimatums haben sich die Vereinigten Staaten und der Iran auf eine zweiwöchige Waffenruhe geeinigt, wie das Handelsblatt und n-tv berichten. Trump hatte gedroht, bei Nichteinigung massive Angriffe auf den iranischen Energiesektor zu starten und die Öffnung der Straße von Hormus bis Mittwoch, 2 Uhr deutscher Zeit, zu erzwingen. Die Frist lief, beide Seiten einigten sich im letzten Moment.
Die Reaktion an den Rohstoffmärkten war unmittelbar: Der Brent-Ölpreis sackte um rund 16 Prozent auf etwa 92 US-Dollar pro Fass ab – der tiefste Stand seit Mitte März. Seit Kriegsbeginn hatte die faktische Blockade der Straße von Hormus durch den Iran die Preise in die Höhe getrieben, denn durch die Meerenge läuft rund ein Fünftel der weltweiten Öllieferungen.
Irans Außenminister Abbas Araghtschi zufolge akzeptierte Teheran die Feuerpause auf Basis eines iranischen Zehn-Punkte-Plans als Verhandlungsgrundlage. Für die Dauer von zwei Wochen soll die sichere Durchfahrt durch die Straße von Hormus gewährleistet sein. Friedensgespräche sind für den 10. April in Islamabad geplant – Pakistan hatte als Vermittler eine zentrale Rolle gespielt, ebenso wie Ägypten, die Türkei und weitere Regionalmächte.
Ob aus der Feuerpause ein dauerhaftes Abkommen wird, bleibt offen. Noch wenige Tage zuvor hatte Teheran einen 45-tägigen Waffenstillstandsvorschlag als „unlogisch“ zurückgewiesen und auf Garantien gegen erneute Angriffe bestanden. Der Krieg, der am 28. Februar 2026 mit israelisch-amerikanischen Angriffen auf den Iran begann, hat die Energiemärkte seither in Atem gehalten – und die Welthandelsorganisation schätzt, dass die anhaltend hohen Energiepreise das globale BIP-Wachstum 2026 um 0,3 Prozentpunkte drücken könnten.






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