Ganz Deutschland schaut heute auf Baden-Württemberg, denn dort wird gewählt und ich aber werde nicht hingehen. Die Schwaben haben es nicht anders verdient. Stuttgart 21 ist immer noch nicht fertig, all der Protest war für die Katz, denn es hatte tatsächlich nie jemand die Absicht, einen Bahnhof fertig zu bauen. Es ist Kennzeichen ganz bestimmter Formen von Korruption, wenn Bauvorhaben in die Länge und deren Kosten in die Höhe getrieben werden und dabei haben Grüne, Schwarze, Rote und selbst die Bahnhofsgegner teils unfreiwillig Schützenhilfe geleistet. Die neu hinzugekommenen Blauen trifft keine Schuld, aber dort war man insgeheim eher dafür als dagegen. Das aber ist nicht der Grund, warum ich heute kein Wahllokal aufsuchen werde. Wer es wissen will, muss den Artikel bis zum Ende lesen.
Ich mache es mir heute Abend gemütlich, wenn die Wahlergebnisse durchs Netz gejagt werden. Bleibt Baden-Württemberg blöd und bekommt Deutschland endlich einen „türkisch-stämmigen“ Ministerpräsidenten oder schafft die CDU das Aufholwunder und der Siegertitel lautet am Ende „Schwarz-Grün ist die hohle Nuss“?
Blau wird auf keinen Fall das Steuer im Mutterland von Daimler-Benz herumreissen und die angeschlagene Automobilindustrie aus der Misere führen. Wie schon bei VW erkennbar, lautet der Plan Kriegswirtschaft und dafür braucht es die bewährten Altparteien oder eine gezähmte AfD, die mit „Spitzenkandidat“ Frohnmaier, der eigentlich gar nicht zu den Landtagswahlen antritt, alles dafür tut, sich der Trump-Administration anzudienen. Was sind das für alberne Spielchen? Natürlich wird der Weidel-Sekundant im Bundestag verbleiben.
Die Chance, heute mit seinem Votum, eine politische Wende einzuleiten, geht gegen Null. Die Blauen in Baden-Württemberg haben schon längst ihr wahres Gesicht gezeigt. Ich bringe nur ein Beispiel vom November 2025. Die AfD wetterte gegen die Grünen, weil deren Basis die Zustimmung zum Einsatz der umstrittenen Software von Palantir verweigerte. Wie bitte? Ich zitiere aus einer Pressemeldung der AfD BaWü:
Der stellv. innenpolitische AfD-Fraktionssprecher Sandro Scheer MdL kommentiert den Streit um die Palantir-Software bei der Polizei wie folgt:
„Man kann zur Palantir-Software verschiedener Meinung sein, aber: das ‚Argument‘ der Grünen, das Programm sei abzulehnen, weil an der Firma der ‚Demokratiefeind‘ und ‚Trump-Freund‘ Thiel beteiligt sei, beweist die Borniertheit und Verbohrtheit dieses Ideologenhaufens. Was zählen muss, sind Sachargumente. Ist das Programm geeignet oder nicht. Die Fachwelt ist einhellig dieser Meinung. Wir sind der Meinung, die Landespolizei geht verantwortungsvoll mit allen Werkzeugen um, die ihr zur Verfügung gestellt werden. Auch mit Palantir.“
Und wie wurde dann abgestimmt? Brav im Einklang mit den Altparteien.

Die Landespolizei, die in Stuttgart auch mal eine ganze Schulklasse samt pensioniertem Richter mit Wasserwerfern durch den Schlossgarten spritzte, geht also verantwortungsvoll mit ihren Werkzeugen um, findet Herr Scheer von der AfD. Gilt das auch für die „Corona-Zeit“? War man da nicht auch polizeilicherseits besonders lieb zu den Bürgern, die heute wählen gehen?
Wer das alles nicht vergessen kann, hat heute keine Wahl, bestenfalls die des kleineren Übels, aber immer nur des einen Systems, dem er seine Zustimmung erteilt. Wer der Versuchung widersteht, erspart sich zudem die Enttäuschung, wenn es seine Partei wieder mal nicht geschafft hat.
Das sind gewichtige Gründe, wie ich finde, der Demokratiesimulation fernzubleiben. Ich wohne aber gar nicht in Baden-Württemberg und brauche mir über so einen Quatsch sowieso keine Gedanken machen…
Danke für die Aufmerksamkeit!




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