Nach Angriff auf JF-Reporter: Unveröffentlichte Aufnahmen sollen Ablauf der Eskalation zeigen

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Nach den Angriffen auf Journalisten während der Proteste gegen den AfD-Bundesparteitag in Erfurt hat die JUNGE FREIHEIT ein ausführliches Video veröffentlicht, in dem bislang unveröffentlichte Aufnahmen gezeigt werden. Nach Darstellung der Redaktion dokumentieren mehrere Kameraperspektiven den gesamten Ablauf – von den ersten Begegnungen mit dem Bündnis „Widersetzen“ bis zum körperlichen Angriff auf das Reporterteam.

Den Aufnahmen zufolge begleiteten die Reporter bereits in den frühen Morgenstunden Demonstranten auf ihrem Weg zu den Blockaden. Nach eigenen Angaben seien sie zunächst auf den Pressesprecher des Bündnisses „Widersetzen“ zugegangen und hätten versucht, Fragen zu stellen. Während ein Interview mit einem ZDF-Team stattfand, sei ihnen jedoch signalisiert worden, dass man mit der JF nicht sprechen wolle. Die Reporter werfen Begleitpersonen vor, wiederholt versucht zu haben, ihre Kameras abzudecken oder Aufnahmen zu verhindern.

Im weiteren Verlauf, so zeigt das Video, seien die Reporter innerhalb der Demonstration mehrfach als Mitarbeiter der JUNGEN FREIHEIT bezeichnet worden. Anschließend hätten Demonstranten begonnen, Parolen gegen das Team zu rufen. Zu hören sind unter anderem Sprechchöre wie „Es gibt kein Recht auf Nazipropaganda“ sowie weitere, deutlich schärfere Parolen, die sich nach Darstellung der Reporter unmittelbar gegen sie richteten.

Besonderes Gewicht legt die JF auf die Aussage, dass während der gesamten Situation zahlreiche weitere Medienvertreter vor Ort gewesen seien. Im Video werden unter anderem Teams des ZDF sowie weiterer Medien erwähnt. Die Reporter erklären, sie hätten deshalb nicht damit gerechnet, dass es trotz der vielen Kameras zu einem tätlichen Angriff kommen würde.

Schließlich eskaliert die Situation. Nach Angaben der Betroffenen wurde einem Reporter das Handy entrissen, außerdem sei er ins Gesicht geschlagen worden. Eine parallel aufzeichnende Kamera-Brille habe den Vorfall aus einer zweiten Perspektive dokumentiert. Die Reporter betonen, sie hätten sich während der gesamten Demonstration außerhalb der Menschenmenge aufgehalten, niemanden provoziert und lediglich das Geschehen gefilmt.

Mit der Veröffentlichung der bislang nicht gezeigten Videoaufnahmen will die JUNGE FREIHEIT nach eigenen Angaben den Ablauf der Ereignisse vollständig dokumentieren und den Zuschauern ermöglichen, sich anhand des Rohmaterials ein eigenes Bild von den Geschehnissen zu machen.

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