Die FPÖ schlägt Alarm: Kriminelle Banden, vorwiegend aus dem arabischen und türkischen Raum, sollen in Österreich ein überregionales Netzwerk aufgebaut haben, das junge Frauen und Minderjährige systematisch in die Prostitution treibt. Bei einer Pressekonferenz in Wien präsentierten der freiheitliche Nationalratsabgeordnete Sebastian Schwaighofer und FPÖ-Sicherheitssprecher Gernot Darmann ihre Forderungen nach einem umfassenden Lagebild und konsequenten Ermittlungen. Schwerpunkte des mutmaßlichen Netzwerks sollen Salzburg, Wien und Tirol sein.
Schwaighofer schilderte ein offenbar wiederkehrendes Vorgehen: Minderjährige würden an öffentlichen Orten wie Bahnhöfen angesprochen, mit weichen Drogen geködet und in Privatwohnungen gelockt. Dort erhalten sie harte Drogen, um schnell abhängig zu werden. Im wehrlosen Zustand folgen sexueller Missbrauch, Filmaufnahmen und Erpressung mit diesen Aufnahmen. Als konkretes Beispiel nannte Schwaighofer einen Fall in Salzburg, bei dem ein 14-jähriges Opfer mehrere Wohnungen identifizierte, in denen Missbrauch stattgefunden haben soll.
Schwaighofer warf der Regierung vor, das wahre Ausmaß der Kriminalität aktiv zu verschleiern. Besonders kritisierte er das Fehlen exakter Zahlen zu Drogentoten unter Minderjährigen – dies sei kein Versäumnis, sondern politisches Kalkül.
Darmann legte nach: Während die schwarz-rot-pinke Koalition die eigene Bevölkerung mit einer „Sprach- und Gesinnungspolizei“ drangsaliere, eskaliere eine neue Form importierter Kriminalität. Freiheitliche Initiativen gegen Gruppenvergewaltigungen seien von den Regierungsparteien und den Grünen mit „fadenscheinigen Begründungen“ abgelehnt worden – ein „parlamentarischer Skandal“ und ein „Schlag ins Gesicht jedes Opfers“.
Die FPÖ fordert nun bundesweite Großrazzien, konsequente Abschiebungen verurteilter Straftäter sowie den Vollzug von Freiheitsstrafen nicht in Österreich, sondern in den Gefängnissen der jeweiligen Heimatländer. Ob Karner und die Koalition auf den Druck reagieren werden, ist nicht viel mehr als eine rhetorische Frage – die parlamentarische Bilanz der letzten Monate lässt wenig Optimismus zu.






