Jens Spahn tritt nur als Unionsfraktionschef zurück

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Jens Spahn verlässt symbolisch einen Pressetermin vor dem Reichstag
Symbolbild, KI-generierte redaktionelle Illustration

Jens Spahn ist als Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion zurückgetreten. Damit zieht der CDU-Politiker die Konsequenz aus der heftigen Debatte um die Geburt seines Sohnes durch eine Leihmutter in den USA.

In einem Schreiben an die Unionsfraktion erklärte Spahn sein persönliches Glück, gemeinsam mit seinem Mann eine Familie zu gründen, sei nicht mit seinem politischen Amt vereinbar. Der Spagat zwischen der privaten Entscheidung für eine Leihmutterschaft und den Erwartungen an einen Fraktionsvorsitzenden sei größer geworden als erwartet.

Spahn gibt ausschließlich den Fraktionsvorsitz ab. Sein Mandat im Deutschen Bundestag behält er.

Der Rücktritt folgt auf wachsende Kritik auch aus den eigenen Reihen. In Deutschland sind Leihmutterschaft und deren Vermittlung verboten. Spahn hatte seine Entscheidung zunächst als private Angelegenheit verteidigt.

Wer die Unionsfraktion künftig führt, ist noch offen. Als möglicher Nachfolger wird unter anderem Kanzleramtsminister Thorsten Frei genannt.

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