Inflation angeblich nur bei 2,7 Prozent?

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Die Inflation in Deutschland ist im März 2026 auf 2,7 Prozent geklettert – der höchste Stand seit Januar 2024, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) heute mitteilt. Kraftstoffe haben sich gegenüber dem Vorjahr um satte 20 Prozent verteuert, Heizöl sogar um 44,4 Prozent. Grund dafür sind laut Destatis die Kriegshandlungen im Iran und im Nahen Osten. Gegenüber dem Vormonat Februar stiegen die Verbraucherpreise um 1,1 Prozent.

Was die Behörde dabei diskret verschweigt: Die offiziell gemessene Inflationsrate ist das, was der Staat für politisch verdaulich hält – nicht das, was der Bürger tatsächlich spürt. Der reale Kaufkraftverlust, den Millionen Haushalte jeden Monat an der Supermarktkasse, beim Tanken oder beim Blick auf die Nebenkostenabrechnung erleben, dürfte die offiziellen Zahlen deutlich übertreffen. Wer seine Ausgaben nicht nach dem Warenkorb des Statistischen Bundesamtes strukturiert – und das tut niemand –, zahlt de facto eine höhere Inflationsrate als die ausgewiesenen 2,7 Prozent.

Die Kerninflation, also die Rate ohne Energie und Nahrungsmittel, liegt laut Destatis seit Jahresbeginn stabil bei 2,5 Prozent. Das klingt beherrschbar. Doch gerade Energie und Lebensmittel sind die Ausgabenpositionen, die einkommensschwache Haushalte am härtesten treffen – und genau diese Bereiche werden bei der Kerninflation großzügig herausgerechnet. Ein statistischer Kunstgriff, der die Realität der unteren Einkommensschichten systematisch ausblendet.

Besonders pikant: Dienstleistungen verteuerten sich im März um 3,2 Prozent – mehr als die Gesamtinflation. Soziale Einrichtungen legten sogar um 7,0 Prozent zu, die kombinierte Personenbeförderung um 6,2 Prozent, was unter anderem auf die Preiserhöhung beim Deutschlandticket zu Jahresbeginn zurückzuführen ist. Auch Restaurantbesuche (+3,3 %), Versicherungen (+3,2 %) und Kfz-Reparaturen (+4,8 %) fressen sich tiefer ins Haushaltsbudget.

Beim Tanken ist die Lage dramatisch: Diesel verteuerte sich allein gegenüber dem Vormonat um 22,6 Prozent, Heizöl um 43,2 Prozent. Der Iran-Krieg liefert die geopolitische Begründung – doch die strukturelle Abhängigkeit Europas von globalen Rohölmärkten und die jahrelange Versäumnisse bei der Energieversorgungssicherheit sind hausgemacht.

Etwas Entlastung gibt es bei Strom (-4,5 %), Erdgas (-2,9 %) und Speisefetten – Butter verbilligte sich um 29,1 Prozent, Olivenöl um 11,8 Prozent. Das sind die Lichtblicke, die die Bundesregierung gerne vorschiebt. Der Gesamtbefund bleibt dennoch eindeutig: Die Lebenshaltungskosten steigen, die Reallöhne halten kaum Schritt, und die nächste Heizsaison kommt bestimmt.

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Kommentare

Ein Kommentar

  1. Dr.Faustus hat beschlossen und verkündet 👈

    ….. Heppe