Weil die Regierung direkt vor Arminius im Teutoburger Wald einen Windradpark errichten will, haben Identitäre heute dort ein Zeichen gesetzt. Es würde diese zentrale deutsche Kulturstätte entweihen und unsere Geschichte mit Füßen treten, so die Begründung. Zeitgleich seien lokale Vogelarten und die Naturzone im Bereich des Windparks massiv gefährdet.
Der Teutoburger Wald wird erneut zum Symbol, heisst es in der Erklärung: „Diesmal ist es eine Schlacht beliebiger und kulturloser Politiker gegen ein verwurzeltes Volk, das seine Kulturzentren nicht zur Schändung freigibt. Heimatschutz ist Umweltschutz!“
Der Polizeibericht fällt etwas nüchterner aus:
POL-LIP: Detmold. Aktivist besetzt das Hermannsdenkmal.
Am Sonntag (21.06.2026) gegen 11 Uhr verschafften sich mehrere vermummte Personen, die augenscheinlich der Identitären Bewegung angehören, unbefugt Zutritt zum Hermannsdenkmal. Sie bestiegen das Denkmal, zündeten Pyrotechnik und rollten Banner vom Balkon des Hermanns aus. Anschließend flüchtete die Personengruppe – bis auf einen Mann von ihnen, der oberhalb des Balkons auf das Denkmal kletterte und sich dabei mittels Seilen sicherte. Dort verblieb er über mehrere Stunden und zeigte sich den Einsatzkräften der Polizei gegenüber unkooperativ. Für Außenstehende bestand zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr. Auch Unterstützungskräfte von anderen Polizeibehörden waren im Einsatz. Gegen 17 Uhr stieg der Mann selbstständig vom Denkmal herab. Es handelte sich nach ersten Erkenntnissen um einen 21-Jährigen aus der Schweiz. Polizeibeamte brachten ihn zur Detmolder Wache. Nach den polizeilichen Maßnahmen wird er wieder entlassen.
Welche Straftatbestände dem 21-Jährigen im Einzelnen vorgeworfen werden – unter anderem Hausfriedensbruch, Verdacht der Volksverhetzung und Abbrennen von illegaler Pyrotechnik – wird geprüft. Die weiteren Ermittlungen der Kriminalpolizei dauern an. Aufgrund eines politischen Hintergrundes der Aktion werden diese vom Staatschutz der Polizei Bielefeld übernommen. Zeugen, die insbesondere Video- oder Bildaufnahmen der Aktion gemacht haben, werden gebeten sich bei der Polizei zu melden und diese zur Verfügung zu stellen.







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