Was jahrzehntelang als medizinisches Risiko galt, soll plötzlich nur noch „leicht erhöht“ sein. Wie der The Telegraph berichtet, empfahl die National Child Mortality Database (NCMD) NHS-Mitarbeitern, von Ehen zwischen Cousin und Cousine nicht mehr pauschal abzuraten. Statt klarer Warnungen heißt es nun: bitte „nicht-direktiv“, bitte „nicht stigmatisierend“.
Die an der University of Bristol angesiedelte und mit Millionen aus Steuergeld finanzierte Datenbank argumentiert, das genetische Risiko sei nur „leicht erhöht“. Eine bemerkenswerte Verharmlosung angesichts der seit Jahren bekannten Häufung schwerer Erbkrankheiten in bestimmten Regionen Großbritanniens.
Statt Prävention setzt man offenbar auf Anpassung. Das Bradford Teaching Hospitals NHS Foundation Trust suchte jüngst sogar gezielt eine Fachkraft für „Close Relative Marriage“-Fälle – also für Neugeborene aus engen Verwandtenehen. Nicht Vermeidung, sondern Begleitung. Nicht klare Linie, sondern institutionalisierte Akzeptanz.
Der konservative Politiker Richard Holden hatte 2024 ein Verbot von Cousinen-Ehen gefordert – mit Verweis auf das erhöhte Risiko für Kinder. Die Regierung winkte ab. Kein Handlungsbedarf. Man will die immer größer werdende Zahl der Wähler aus den islamischen Milieus nicht vergraulen.
Verwandten-Ehen sind kein schützenswertes Kulturgut, sondern ein medizinisches und gesellschaftliches Problem. Wenn staatliche Stellen beginnen, offensichtliche Risiken weichzuspülen, nur um niemandem auf die Füße zu treten, dann hat politische Rücksichtnahme die Vernunft verdrängt. Großbritannien zeigt, wohin eine fehlgeleitete Integrationspolitik führen kann: weg von klaren Maßstäben – hin zu immer neuen Sonderwegen.
Später erklärte die NCMD, das Dokument sei „veraltet“ und inzwischen entfernt. Doch der Geist, der dahintersteht, ist längst sichtbar: maximale Sensibilität nach außen, minimale Konsequenz nach innen.



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