Deutschland plant eine NATO-Mission in der Arktis, um gegen die USA zu sticheln – mehr ist es nicht. Der geplante Vorstoß unter dem Arbeitstitel „Arctic Sentry“ soll sich am Modell der „Baltic Sentry“-Mission orientieren und explizit auch Grönland umfassen, wie T-Online berichtet. Doch was will Berlin damit erreichen? Europa hat den Amerikanern militärisch, wirtschaftlich und politisch schlicht nichts entgegenzusetzen.
Finanzminister Lars Klingbeil und Außenminister Johann Wadephul reisen nach Washington – um dort große Reden zu schwingen. Klingbeil verkündet bereits vorab: „Es ist allein Sache Dänemarks und Grönlands, über die Zukunft Grönlands zu entscheiden.“ Schöne Worte – doch wann hat Berlin jemals die Grönländer gefragt, was sie eigentlich wollen?
Europäische Heuchelei: Souveränität predigen, Bevölkerung ignorieren
Während Deutschland und die EU gebetsmühlenartig von Souveränität und Selbstbestimmung reden, interessiert sich niemand dafür, was die 56.000 Grönländer tatsächlich möchten. Wollen sie bei Dänemark bleiben? Unabhängig werden? Oder vielleicht doch lieber unter amerikanischen Schutz? Keine dieser Fragen wird gestellt. Stattdessen streiten sich Brüssel, Berlin und Washington über die Köpfe der Betroffenen hinweg – genau wie im besten Kolonialstil.
Die geplante NATO-Mission ist nichts weiter als europäische Symbolpolitik. Trump hat klargemacht, dass er Grönland notfalls „auf die harte Art und Weise“ übernehmen will – wegen der strategischen Lage, wegen Russland und China, vor allem aber wegen der Bodenschätze: Seltene Erden, Öl, kritische Rohstoffe. Und was hält Europa dagegen? Eine Mission auf dem Papier.
Papiertiger gegen Supermacht: Europas erbärmliche Machtlosigkeit
Die bittere Wahrheit: Deutschland und die EU können planen, was sie wollen – militärisch sind sie ein Witz. Die Bundeswehr ist chronisch unterfinanziert und kaum einsatzfähig, die europäischen Armeen erst recht. Ohne die USA ist die NATO ein zahnloser Tiger. Und ausgerechnet gegen die Schutzmacht will Berlin nun eine Mission starten? Größenwahn trifft auf Realitätsverlust.
Großbritannien und andere Verbündete sollen eingebunden werden – doch was bedeutet das konkret? Ein paar Schiffe mehr in arktischen Gewässern? Symbolische Truppenpräsenz? Während die USA im Ernstfall binnen Tagen Fakten schaffen könnten, würde Europa noch über Mandate und Zuständigkeiten debattieren.
Berlin ignoriert die Grönländer – wie immer
Das eigentlich Skandalöse: Niemand in Berlin, Brüssel oder Washington fragt die Grönländer, was sie wollen. Die Menschen, um die es angeblich geht, werden zu Spielfiguren degradiert. Europas Heuchelei kennt keine Grenzen – Selbstbestimmung wird gepredigt, solange sie ins eigene Narrativ passt. Doch die tatsächliche Meinung der Bevölkerung? Egal.
Deutschland macht sich lächerlich mit dieser Mission. Europa hat den USA nichts entgegenzusetzen – weder militärisch noch wirtschaftlich. Die „Arctic Sentry“ wird bestenfalls eine weitere teure Symbolaktion ohne Wirkung. Und die Grönländer? Die dürfen weiter zuschauen, wie fremde Mächte über ihre Zukunft entscheiden. Willkommen in der europäischen Wertegemeinschaft.



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