Was Opposition24 bereits benannt hat, wird nun auch von offizieller Seite bestätigt: Die Drohungen von US-Präsident Donald Trump gegen Grönland sind kein politisches Theater, sondern eine reale Gefahr für die Nato. Wie ntv berichtet, warnt selbst Dänemarks Ministerpräsidentin Mette Frederiksen offen davor, dass ein Angriff der USA auf Grönland das Militärbündnis faktisch beenden würde (Quelle: ntv.de).
Trump hatte erneut erklärt, die USA bräuchten Grönland „unbedingt“ aus Gründen der nationalen Sicherheit. Innerhalb weniger Wochen wolle man sich „darum kümmern“. Aussagen, die in Europa längst Alarm auslösen. Die dänische Regierungschefin nennt die Debatte innerhalb der Nato „absurd“ und macht unmissverständlich klar: Würden die USA ein Nato-Mitglied angreifen, „dann ist alles vorbei“. Gemeint ist nicht nur die Nato, sondern die gesamte Sicherheitsordnung nach dem Zweiten Weltkrieg.
Auch Grönlands Regierungschef Jens Frederik Nielsen weist die amerikanischen Annexionsfantasien scharf zurück. Weitere Drohungen oder Druckversuche werde man nicht akzeptieren. Dennoch zeigt der Vorgang, wie ernst die Lage ist. Washington spricht offen über territoriale Ansprüche auf eine Insel, die zu einem Bündnispartner gehört – ein beispielloser Vorgang.
Damit bestätigt sich exakt die Analyse von Opposition24: Trump ist bereit, die Nato zu sprengen, wenn sie seinen strategischen Interessen im Weg steht. Während in Brüssel noch von „Dialog“ und „Gesprächen“ die Rede ist, spricht die Realität eine andere Sprache. Wer bereit ist, die militärische Option nicht auszuschließen, stellt die gesamte Bündnislogik infrage.
Besonders brisant ist der geostrategische Hintergrund. Grönland liegt auf einer möglichen Raketenflugbahn zwischen Russland und den USA, verfügt über wertvolle Rohstoffe und gewinnt durch das Abschmelzen des Eises massiv an Bedeutung. Dass Trump dieses Gebiet unter amerikanische Kontrolle bringen will, passt ins Bild eines neuen US-Imperialismus, der sich nicht mehr an Völkerrecht oder Bündnistreue gebunden fühlt.
Während deutsche und europäische Politiker noch beschwichtigend reagieren, spricht die dänische Regierungschefin offen aus, was auf dem Spiel steht. Die Nato ist nur so lange stabil, wie ihre stärkste Macht sich an die eigenen Regeln hält. Wenn Washington diese aufkündigt, bleibt vom Bündnis nicht mehr viel übrig.



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